23. Mai, Etappe von Valence d’Agen nach Serignac-sur-Garonne

Gefahrene Kilometer: 44,8

Die Temperatur um 6.00 heute früh betrug nur 6 Grad! Ganz schön frisch für den Wonnemonat Mai. Da schmeckte der heiße Kaffee gleich doppelt gut. Ich ließ mir Zeit mit Frühstücken und Packen, denn ich plante heute nur eine kurze Etappe. Daher brach ich erst um 11.30 auf und machte noch einen Abstecher zu einer Bäckerei in Valence d’Agen.

Die heutige Strecke führte über Golftech, wo ein Kernkraftwerk steht. Das ist für mich jedesmal ein gruseliger und auch etws surrealer Anblick. Dorfidylle und die wunderschöne Natur am Kanal und dann diese zwei monströsen Türme mittendrin. Von da aus ging es über Lamastière und Castelculier nach Agen. Der Kanal verläuft durch das Gewerbegebiet und anschließend an Agen vorbei bis zum Hafenbecken.

23. Mai, Etappe von Valence d'Agen nach Serignac-sur-Garonne

Tja, und dort verließ mich mein Glück. Es knallte kurz, zischte und mein Hinterreifen war platt. Über was ich gefahren sein musste, konnte ich nicht erkennen. Vielleicht ein Nagel. Jedenfalls kam ich mit diesem Platten nicht weit.

Ich schob das Fahrrad einige Kilometer, über die Pont de Canal und zu einem Picknickplatz. Um den Schlauch reparieren zu können, musste ich natürlich erst einmal alles abbauen. Anhänger, Satteltaschen und Zelt und den Seesack, die auf dem Gepäckträger befestigt waren.

Hinterrad ausbauen, Reifen lösen – das Loch im Schlauch war schnell gefunden und repariert. Der Reifen selbst sah aber auch nicht mehr so ganz fit aus. Ich hoffte, dass er noch hielt, bis ich ein Fahrradgeschäft erreichte. Der Intersport in Castelsarrasin gestern hatte für 28 Zoll Räder leider weder Schläuche noch Reifen.

Spoiler: Er hielt natürlich nicht! Nur 5 Kilometer lang konnte ich fahren, dann war er wieder platt. Aufpumpen brachte auch nichts. Da doch recht viel Gewicht auf dem Hinterrad ruhte, wollte ich nicht auch noch die Felgen riskieren und beschloss, den Rest des Weges, immerhin noch 8 Kilometer, das Fahrrad zu schieben.

Statt also wie geplant um 16.00 kam ich erst um 19.00 auf dem Campingplatz an. Ziemlich geschafft, baute ich das zelt auf, ging duschen und plante einen Tag Pause ein. Hier am Ort gibt es nämlich eine kleine Garage, die auch Fahrräder repariert, aber natürlich haben die Pfinstmontag zu. Ich werde mein Glück also am Dienstag probieren.

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