Die Ausrüstung

Bei einer normalen Radwandertour nimmt man mit, was man für die Zeit braucht, die man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Logisch. In meinem Fall aber sieht das etwas anders aus, denn ich lebe ja nomadisch, das heißt, ich habe nur im Winter ein festes Quartier. Das reicht vom Campingplatz über ein Appartement bis hin zu einem Haus (Housesitting). Was muss also alles mit, wenn man so mobil lebt?

Die wichtigsten Gegenstände sind natürlich das Fahrrad, ein Zelt und mein mobiles Büro, bestehend aus: Laptop (ein HP Envy), ein Tablet (ein DuoDuoGo), ein Smartphone plus sämtliches Zubehör wie Kabel, Ladekabel, externe Akkus, diverse Adapter, Schutzhüllen, Batterien und eine höhenverstellbare, klappbare Schreibunterlage. Die Kamera plus Zubehör nicht zu vergessen, mit der ich meine Touren dokumentiere!

Die Ausrüstung

Zum Zelt gehört natürlich auch die Campingausrüstung, als da wären: eine selbstaufblasende Isomatte, Zeltlampe, zwei Schlafsäcke – einen für kühle und einen für warme Temperaturen – eine zusätzliche Decke für alle möglichen Zwecke, ein kleines Kissen, der Gaskocher samt Ersatzgaskartuschen, Kochgeschirr, Besteck und Schüsseln in verschiedenen Größen.

Das passt alles auf ein Fahrrad, fragt ihr? Oh ja, tut es, wobei das mobile Büro komplett in einem Rucksack verstaut wird, damit ich es überall schnell zur Verfügung habe. Diese Liste ist selbstverständlich noch nicht vollständig, denn es fehlen noch die Klamotten und Vorräte, und andere Dinge. Zu denen komme ich jetzt.

Die Klamotten bestehen hauptsächlich aus sogenannter Funktionkleidung, sowohl für die kühlen als auch warmen Tage. Dazu zählen Leggins, T-Shirts, Langarm-Shirts, Socken, Badekleidung, Unterwäsche und Schuhe. Davon habe ich momentan zwei Paar dabei: ein festeres, wasserfestes für kühle und Schlechtwettertage und leichtere Sommerschuhe. Sie sind sowohl zum Laufen als auch Radfahren geeignet.

Hygieneartikel, Handtücher, Waschlappen und alles was man so braucht, um einigermaßen zivilisiert auszusehen. Dazu noch die Erste-Hilfe-Ausrüstung, von der ich bislang – Gott sei Dank – ab und zu mal nur ein Pflaster oder Desinfektionsmittel gebraucht habe. Seit Beginn der Pandemie gehören natürlich auch Masken (FFP2) in ausreichender Menge dazu plus Hydro-Gel.

Und was isst Frau so unterwegs? Kühlschrankpflichtige Nahrungsmittel fallen schon mal aus, klar. Da ich Vegetarierin bin, ist die Auswahl nicht soo groß. Hauptsächlich besteht mein Essen aus Jeder Menge Obst (je nach Saison Pfirsche, Nektarinen, Melonen – hier besonders Wassermelonen im Sommer! Ich liebe diese Dinger – Bananen, sowie Tomaten und Salatgurken. Also alles, was man in Satteltaschen für ein oder mehrere Tage transportieren kann, wobei Obst bei mir eh nicht alt wird.

Dazu habe ich Trockenvorräte dabei wie beispielsweise löslichen Kaffee, Milchpulver, vegane Instantsuppen – und Mahlzeiten und veganen Brotaufstrich. Gelegentlich kaufe ich Eier direkt am Hof oder auf einem Wochenmarkt und koche sie hart zum Mitnehmen. Getränk der Wahl ist nahezu ausschließlich einfaches Wasser. Ab und zu kaufe ich mal einen gekühlten Eistee, aber sonst wirklich nur Wasser. Mit Sprudelzeug konnte ich noch nie was anfangen und meist ist das Zeug auch viel zu süß. Falls ihr jetzt sagt: Boah, die lebt aber gesund, muss ich euch enttäuschen. Meine große Schwäche sind nämlich Lakritz und Chips und die gönne ich mir gelegentlich auch, wenn ich unterwegs bin. Allerdings futtere ich das Zeug nicht so viel, wie wenn ich im Winterquartier bin und stundenlang am Laptop arbeite.

Neu in diesem Jahr ist der Fahrradanhänger, der es mir erlaubt, die sperrigen Sachen zu transportieren, ohne den Gepäckträger zu überladen, wie auf den vergangenen Touren. Ich hatte 2018 schon einmal einen gekauft, aber der war zu breit, zu sperrig, hatte zu schwache Räder und Reifen – Platten waren fast an der Tagesordnung – und weder Plane noch Seitenwände waren wasserdicht. Der neue ist robust, hat stabile Räder und hält auch dem kräftigsten Dauerregen stand.

So, da sind wir also durch und ich hoffe, euch einen kleinen Einblick in die Logistik meines nomadischen Lebens gegeben zu haben.

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