28. Mai, Etappe von Meihlan-sur-Garonne nach Villandraut

Gefahrene Kilometer: 57

Ursprünglich plante ich, auf dem Campingplatz einen Tag zu bleiben, aber die Preise hatten sich nach oben geändert und das wurde mir zu teuer. Die heutige Etappe sollte über Caset-enDorthe über Langon nach Villandraut in den LesLandes gehen. In Langon wollte ich noch einen Abstecher zu einem Fahrradgeschäft oder zum Intersport machen, um einen passenden neuen Reifen fürs Hinterrad zu kaufen. Wer wusste schon wie lange der Rennradreifen noch durchhielt?

Da beide Geschäft aber Mittags schlossen und die Strecke nach Langon anstrengend werden würde, brach ich später auf – 11.30 – sodass ich zwischen 14.00 und 15.00 Uhr ankommen würde und danach noch genug Zeit hatte, um zum Campingplatz zu fahren.

Was ich dabei nicht bedacht hatte: Das Wetter! Im Gegensatz zu den bisherigen  recht kühlen Tagen, stieg die Temperatur heute nämlich auf 29 Grad. Dazu kamnoch, dass ab Castet-en-Dorthe, wo der Kanal in die Garonne mündet, das Gelände nicht nur hügeliger, sondern auch offener wurde. Ich bin leider extrem empfindlich, was die Sonne angeht. Nicht nur die Gefahr von Sonnenbrand besteht bei mir schon ab 20 Grad, auch für Hitzschlag bin ich anfällig. So schön die Sommermonate auch sind, ich liebe sie, muss ich sehr vorsichtig sein. Rechtzeitig und häufig Schatten aufsuchen, gut mit Sonnenschutzcreme – Lichtschutzfaktor 50+ – einschmieren und viel, viel Wasser trinken.

28. Mai, Etappe von Meihlan-sur-Garonne nach Villandraut
« von 2 »

Bis Castet-en-Dorthe jedoch konnte ich es noch gemütlich angehen lassen. Ab da begannen die Steigungen und das Gelände im Tal entlang der Garonne zeigte sich offen. Hier gibt es aufgrund des fruchtbaren Bodens viele Obstplantagen und Ackerbau. Um 15.00 erreichte ich Langon. Das Fahrradgeschäft lag leider, wie alle anderen Märkte auch, direkt an der Route National, die ich natürlich lieber mied.

Ich radelte also einen größeren Umweg über kleinere Straßen und gelangte so auch direkt zum Fahrradgeschäft. Reifen und Schlauch waren schnell gekauft, den Intersport konnte ich mir also sparen. Montieren wollte ich alles, wenn ich auf dem Campinplatz war.

Von Langon aus konnte ich den Radwanderweg nehmen, der durch die LesLandes zur Küste und von da aus via Fähre nach Royan führte. Bis hinter Roaillan ging aber stetig bergauf und ich brauchte viele Pausen. Danach – endlich – konnte ich es einfach rollen lassen und fuhr mit streckenweise 24 kmh!

In Villandraut erwartete mich am Campingplatz, den ich gegen 18.00 müde und mit Kopfschmerzen – Sonne – erreichte, war geschlossen, trotz gegenteiliger Auskunft, den mir die Mairie – Rathaus – per Mail auf meine Anfrage erteilt hatte.

Der nächste Campingplatz lag zwar nur 13 Kilometer weiter, aber ich wusste nicht, ob er offen hatte und zum Einchecken wäre es dann schon zu spät gewesen. Also suchte ich mir einen Platz zum wildcampen undfand ihn kurz hinter Villandraut an einem Picknickplatz. Ich fragte einen Anwohner, ob das in Ordnung ist, dass ich hier übernachtete und bekam das Okay dafür. Der Platz lag ruhig, war gepflegt und bei anderen Anwohnerin bekam ich nicht nur Wasser, sondern konnte auch noch duschen.

Alles in allem hätte ich es schlechter treffen können. Nach der Dusche hatte ich imme rnoch Kopfschmerzen, also verzog ich mich recht früh in den Schlafsack. Den morgigen Tag wollte ich dann auf dem nächsten Campingplatz, den ich bereits per Mail kontaktiert hatte, verbringen. Eventuell auch noch den Sonntag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.