05. Juni, Etappe von Saint-Symphorion nach Gradignan

Eine Woche hat die Pause auf dem Campingplatz gedauert, teils, weil ich das neue Buch fertiggestellt und veröffentlicht habe, teils weil das Wetter wirklich unterirdisch schlecht war. Vor allem die letzten drei Tage wechselte es von Dauerregen zu heftigen Gewittern und zurück zu noch mehr Dauerregen.

So bin ich erst heute bin Richtung Bordeaux aufgebrochen. Recht spät, erst um 11 Uhr, weil das Zelt und alles andere noch etwas abtrocknen musste, bevor ich es verpacken konnte. Ziel heute sollte Cestas sein, 20 Kilometer vor Bordeaux. Irgendwo dort wollte ich mir dann einen geeigneten Schlafplatz suchen.

Die erste Strecke ging weiter auf dem Radwanderweg nach Biganos, der anschließend an der Atlantikküste weiterführt zur Fähre nach Royan. Doch an einer Kreuzung hinter Hosten, enteckte ich einen anderen Radwanderweg, der nach La Brède führte. Der war nicht nur kürzer, ich hätte sonst auch auf die D5 wechseln müssen. Wenn eben möglich mied ich Straßen und nahm lieber autofreie Radwege.

Zudem gab es bei La Brède einen großen Supermarkt, den Auchun, wo ich sicher passende Gaskartuschen für meinen Gaskocher bekam. Also wechselte ich auf diesen Radwanderweg, 21 Kilometer bis nach La Brède. Er war schön zu fahren und größtenteils ohne Steigungen. Nachdem ich im Auchun die Kartuschen und noch Brot und Obst eingekauft hatte, wechselte ich auf die D109 durch La Brède durch und in Richtung Léognan. Der Radweg war hier ein Seitenstreifen entlang der Straße, die aber nicht sehr stark befahren war.

05. Juni, Etappe von Saint-Symphorion nach Gradignan

Dafür hatte ich jetzt wieder mit Steigungen zu kämpfen, die Sonne machte mir ebenfalls zu schaffen – es ging hier durch offenes Gelände, meistens Weinberge – und suchte Schatten auf, wo immer ich ihn fand. An der Einfahrt zu einem Weingut machte ich eine längere Pause unter Bäumen, als sich die ersten leichten Anzeichen von Hitzschlag bemerkbar machten. Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel.

Ich trank einen Liter Wasser, ruhte mich aus und fuhr dann nach etwa einer halben Stunde weiter. In Léognan konnte ich wieder auf einen Radweg wechseln der von der Straße durch Hecken abgetrennt war. Auch gab es hier viel mehr Schatten und sehr weit war es nicht mehr bis zum Campinplatz. Ich radelte durch Gradignan durch und etwa einen Kilometer dahinter, direkt am Radweg tauchte die Einfahrt zum Camping Beau Soleil auf. 10 Öcken kostete eine Übernachtung mit Zelt und ohne Strom, aber das ist günstig für einen Campingplatz an der Peripherie Bordeaux.

Morgen wird es noch mal stressig. Die gesamte Strecke bis zur Fähre nach Lamarque beträgt fast 60 Kilometer. Ich werde morgen also früher aufbrechen, damit mir genug Zeit bleibt, die Stadt zu besichtigen.

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