10. Juni, Etappe von Mortagne-sur-Gironde nach Saint-Palais-sur-Mer

Ich brach erst um 11.00 auf, da ich heute nur eine kurze Etappe fahren wollte. Da ich den Radweg von 2018 noch einigermaßen gut in der Erinnerung hatte, wollte ich ein paar seiner Schleifen durch die Hügel abkürzen, was mir zwischen Mortagne-sur-Gironde und Barzan auch gelang. Danach jedoch wechselte ich wieder auf den Radweg, der schön entlang der Küste verlief mit fantastischen Ausblicken auf die Gironde und den Atlantik. Endlich wieder das Meer sehen!
Nachteil an der Strecke war allerdings, dass sie über die Steilfelsen – Falaises – verlief, was ganz schön anstrengend war. Ich fuhr also relativ langsam, schob das Fahrrad auch immer wieder bei den schwereren Steigungen.
Geplant hatte ich, wieder an derselben Stelle zu biwakieren wie 2018: Auf einem Aire de Campingcar. Normalerweise ist das nicht erlaubt, aber es gibt Ausnahmen. Der Platz lag hinter La Palmyre, das waren von Royan aus noch 18 Kilometer auf dem Radwanderweg.

10. Juni, Etappe von Mortagne-sur-Gironde nach Saint-Palais-sur-Mer
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Es wäre zu schaffen gewesen, aber dann entdeckte ich zufällig, als ich für ein Foto das Gespann parkte und um den Anhänger herumging, dass der rechte Reifen platt war. Wo und wie das passiert war, konnte ich nicht beantworten, aber es änderte meine Pläne. Lief der Reifen zulange, mit dem Gewicht des Gepäcks auf der Felge, war der nämlich gleich mit hinüber und Reifen mit 16 Zoll kriegt man nicht an jeder Straßenecke!
Also langsam weiterfahren und jeden Campingplatz abchecken, der nicht zu weit vom Radwanderweg entfernt lag. Von meiner Tour 2018 kannte ich die Preise schon, in der Regel für mich unerschwinglich. Doch in Saint-Palais-sur-Mer entdeckte ich einen Campingplatz, der für Radwanderer einen Sonderpreis von 11 € anbot. Der Eingang befand sich nur wenige hundert Meter bergauf und zehn Minuten späte konnte ich, obwohl die Rezeption schon geschlossen war, einchecken.
Das gab mir Muße, den Schlauch zu reparieren, was ich aber auf den nächsten Morgen verschob, weil ich ziemlich müde war, denn bis ich das Zelt aufgebaut, geduscht und gegessen hatte, war es auch schon fast 22.00 geworden. Morgen sind es dann noch etwa 40 Kilometer bis nach Marennes, wo ich wieder auf den sehr günstigen Campingplatz fahren werde, den ich auf der Tour 2019 – da radelte ich aus der Gegenrichtung nach Süden – besucht hatte, und werde dort wohl einen oder zwei Tage Pause zum Schreiben einlegen.

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