11. Juni, Etappe von Saint-Palais-sur-Mer nach Marennes

Gefahrene Kilometer: 43,97

Nachdem ich unerklärlicherweise schon um vier Uhr in der Früh wach wurde und auch nicht wieder einschlafen konnte, nutzte ich die Zeit, etwas zu schreiben und, sobald es hell wurde, den Reifen zu reparieren, respektive den Schlauch.
Ich überprüfte ihn auf Löcher, fand aber keine. Probehalber baute ich das Rad wieder ein, pumpte den Reifen auf und schaute immer wieder mal nach, während ich zusammenpackte, ob er Luft verlor. Tat er nicht. Ich hoffte, dass das so blieb und startete um 11.00.

11. Juni, Etappe von Saint-Palais-sur-Mer nach Marennes


Es war jetzt schon sehr heiß, aber ein großer Teil der heutigen Etappe führte durch Wald. Am nächsten Supermarkt deckte ich mich noch mit frischem Obst, soweit Tomaten und Gurken ein. Einige Kilometer weiter kaufte ich bei einer Bäckerei Maisbrot. Auffällig auch hier an der Atlantikküste in den Touristengebieten: Die Hauptsaison hat noch nicht begonnen und die meisten Campingplätze sind noch recht leer. Auch an den Stränden tummeln sich nur wenige Menschen. Das Wasser ist noch zu kalt, zum Baden. Nur einige Mutige wagen sich in die Fluten.
Auf dem Radwanderweg, den ich 2018 und 2019 im Hochsommer befahren hatte, kamen mir ebenfalls, wie schon seit Toulouse, kaum andere Radwanderer entgegen. Dafür radelten viele Ausflügler und Rennradsportler durch die Gegend.
Die Strecke war hügelig, es ging andauernd rauf und wieder runter, und teilweise war der Radweg auch sehr holprig, was mein Gespann ganz schön beanspruchte. Der Reifen, der gestern platt war, hielt aber.
2 Kilometer vor dem Leuchtturm gabelte sich dann der Radwanderweg und ich studierte die Hinweisschilder. Von hier aus konnte ich ebenso auf einem kürzeren, deutlich hügeligeren, Radweg nach La Tremblade fahre und von da aus dann zur Brücke nach Marennes. Oder ich blieb auf dem Eurovelo 1 entlang der Küste. Länger, aber ab hier auch flacher. Ich entschied dafür, mich auf dem Eurovelo zu bleiben, und radelte nach einer Trinkpause im Schatten weiter.
Die jetzt noch 14 Kilometer bis nach Marennes zogen sich allerdings. Die Hitze, obwohl mit 29 Grad noch nicht hochsommerlich, machte mir zu schaffen. Endlich erreichte ich die Brücke, von hier aus war es nicht mehr weit zum angepeilten Campingplatz. Dafür verließ der Radwanderweg jetzt den Wald und verlief durch die Marschwiesen und entlang der Austern- und Muschelfangplätze. Der Campingplatz gehört zu einem Bauernhof, ist mit 6,50 € inklusive Strom pro Nacht sehr günstig und zum Strand ist es nicht weit. Ziemlich geschafft von der Hitze erreichte ich ihn um 16.30. Einen Tag – vielleicht auch zwei, da muss ich noch mit meinen Geldbeutel drüber diskutieren – werde ich mir eine Pause gönnen und an meinem Nächstbuch weiterschreiben. Sonst wird das nix mehr mit einer Veröffentlichung Ende Juni!

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