11. Juli, Etappe von Les Moutiers-en-Retz nach Saint-Brevin-les-Pins

Gefahrene Kilometer: 48,24

Was sich bereits auf dem Campingplatz bei L’Ile d’Elle angedeutet hatte, setzte sich gestern Nacht fort: Die dritte Zeltstange brach. Natürlich um 3 Uhr in der früh und bei Regen. Irgendwie schien ich seit 2019 echtes Pech mit den Zelten zu haben. Dabei kaufte ich keinen Billigkram, aber entweder muss ich in einer weitaus höheren Preisklasse gucken, als bisher –  150-200 € – oder ich erwischte immer die Montagsmodelle. Dabei hatte das Zelt beim Intersport gute Rezensionen bekommen. Wie auch immer, ich musste mich wohl damit abfinden, wieder einmal ein Notzelt zu kaufen, denn eine Ausgabe über 200 Öcken ist momentan nicht drin. Und wie das bei Provisorien meistens ist: Sie halten länger als gedacht.

Den nächsten Intersport oder Decathlon würde ich allerdings erst wieder in Nantes anfahren können, denn heute war Sonntag und diese beiden Sportgeschäfte in Pornic, was auf meinem Weg lag, hatten zu. Da ich mir unsicher war, ob das Zelt noch bis Nantes halten würde – zwei weitere Stangen zeigen bereits Risse – entschied ich mich, in Saint-Brevin-les-Pins auf einen Campingplatz zu gehen und am nächsten Morgen, vor Start der Etappe, zum E-Leclerc-Sport zu fahren, das einzige Sportgeschäft mit Campingbedarf in diesem Ort.

Um 10.00 brach ich auf bei bedeckten Himmel und nur 17 Grad. Mehr als 19 Grad warm, sollte es heute auch nicht mehr werden. Bis Pornic verlief der Radwanderweg parallel zur Küste und wand sich durch kleine Ortschaften, Hügel und Täler. Die Vegetation verlor nun auch endgültig die letzten mediterranen Pflanzen und wechselte zu einer Landschaft aus Wiesen, Äckern und Rinderweiden.

11. Juli, Etappe von Les Moutiers-en-Retz nach Saint-Brevin-les-Pins

In Pornic entschloss ich mich spontan eine andere Strecke nach Saint-Michel-Chef-Chef – ja, der Ort heißt wirklich so! – zu nehmen. Anstatt weiter auf der La Vélodyssée weiterzuradeln, die der Küstenlinie folgte, nahm ich den kürzeren, wenn auch hügeligeren, Radwanderweg. Er brachte mich über La Plaine-sur-Mer zurück auf die La Vélodyssée. Ich hatte da 14 Kilometer gespart, was sich im Nachhienein als eine gute Entscheidung erwies.

Ursprünglich wollte ich auf dem Campingplatz hinter Saint-Brevin-les-Pins übernachten, da der günstig war und ich schon von der Radwandertour 2018 kannte. Leider konnte man die Zeltplätze nicht reservieren lassen und so kam es, dass ich an der Rezeption erfuhr, dass sie ausgbucht waren. Ich erfuhr aber, dass ein anderer Campingplatz noch Kapazitäten frei hatte, und da dieser nur unwesentlich teurer war, fuhr ich 3 Kilometer zurück und checkte dort ein.

Bis zum Sportgeschäft waren es von hier aus auch nur knapp 3 Kilometer, so würde ich dann morgen früh gleich dorthin fahren können, das Zelt kaufen, und so gegen Mittag dann wieder aufbrechen. Der nächste Campingplatz bei Frossay lag nur 25 Kilometer entfernt, das bedeutete also eine kurze Etappe für mich.

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