Etappen vom 1. Bis 6. August von Créances bis Pont-l’Evêque

Von Créances aus ging es über Lessay zurück auf den Eurovélo 4, der nach Cherbourg führte. So weit wollte ich jedoch nicht fahren. Stattdessen würde ich die alternative Route nach Carentan und von da aus an die Küste radeln. Diese Region, Utah Beach, Omaha Beach und Gold Beach sind beliebt bei Kriegstouristen, die sich für die Ereignisse des D-Days interessieren.

Der anvisierte Campingplatz lag in Grandcamp-Maisy direkt an der Küste. Bis Carentan kam ich zügig voran, denn der Radwanderweg führe nahezu schnurgerade und flach erst nach La Haye-du-Puits und anschließend ebenso gerade nach Carentan.

Von da aus waren es allerdings nochmal gute 20 Kilometer bis zum Campingplatz. Hügelige 20 Kilometer und die führten auch entlang von Straßen. Die bisherige Strecke war fast komplett autofrei zu fahren.

Das Wetter spielte weiterhin nicht wirklich mit, von Sommer keine Spur. Die nächste Etappe fiel deutlich kürzer aus, mit nur 38 Kilometer, denn diese Route hatte es echt in sich. Nicht nur, dass es häufig steil wurde, zwischendurch war der Radwanderweg kaum mehr als ein Feldweg. Entweder musste ich mich durch hohes Grad kämpfen oder über Schotter, der ein wahrer Reifenkiller war. Ich kam also extrem langsam voran.

Etappen vom 1. bis 6. August von Créances nach Pont-l'Evêque
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Bei besserem Wetter hätte ich biwakieren können, um meinen Geldbeutel etwas zu schonen, doch triefnass und durchgefroren opferte ich lieber Geld für einen Campingplatz. Zumal es nicht nur bei Regengüssen blieb, auch teils heftige Gewitter suchten die Region heim.

Die Etappe dann nach Arromanche-les-Bains forderte mir mit dem schweren Gespann wirklich alles ab. Steigungen mit 10, 12 oder mehr Prozent plus erneut schlechte Wege. Was war ich froh, als es ab Ver-sur-Mer etwas flacher wurde. Der Radwanderweg machte bei Quistreham einen Umweg hoch ab der Orne, führte dann über die Pegasus-Brücke auf die andere Seite des Flusses und an ihm entlang wieder zurück zur Küste. Nieselregen setzte ein und ich schaffte es gerade so vor dem richtigen Guss auf den Campingplatz in Houlgate hinter Cabourg.

Am nächsten Tag war es immer noch kühl, windig und der Himmel war bedeckt, aber es blieb trocken. Diese Etappe führte mich über Deauville auf einen günstigen Campingplatz bei Pont-l’Evêque. Ursprünglich plante ich, nur solange hier zu bleiben, bis das Wetter besser werden würde, denn für die nachfolgenden Etappen hatte ich schlicht kein Geld mehr für Campingplätze.

Auch die Strecke über Dieppe nach Dunquerke strich ich nach reiflichem Überlegen. Diese Etappen waren mit Rot markiert und nur für gut trainierte Radfahrer empfohlen. Schließlich entschloss ich mich, hier zu bleiben und den reparierten Laptop hierher schicken zu lassen. Da ich die Übernachtungen aber erst Ende des Monats zahlen konnte, brachte das natürlich meinen Zeitplan endgültig durcheinander. Der Laptop ist jedoch wichtiger. In den Süden werde ich dann nixht mehr, wie geplant, an der Rhone entlang fahren, sondern, wie schon 2019, von Paris aus an die Loire, runter nach Nantes und von da aus zurück an den Canal de deux Mer.

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