25. September, Etappe von Châtillon-sur-Loire nach Cosne-Cours-sur-Loire

Urspruenglich war mein Plan gewesen, auf dem ruhigen kleinen Campingplatz an der Loire bis Dienstag zu bleiben und das angekuendigte schlechte Wetter zum Arbeiten an meinem Manuskript zu nutzen. Da es heute aber noch einmal schoen werden sollte, verlegte ich dieses Vorhaben auf den naechsten Campingplatz. Die Strecke heute betrug nur 36 Kilometer, fuehrte aber leider nicht mehr so schoen an Kanal und Fluss entlang. Die eigentliche Route waere naemlich auf der anderen Seite der Loire entlang verlaufen, die Bruecke ueber den Fluss war allerdings fuer Radfahrer wegen Bauarbeiten gesperrt und ich nahm die ausgeschilderte Ausweichroute.

Die war anfangs auch schoen zu fahren, bis zur naechsten Bruecke. Die Ausschilderung leitete irrigierweise in einer Schleife darunter durch, endete dann einfach nur auf der anderen Seite der Bruecke, nicht aber am anderen Flussufer. da musste ich jedoch hin, was auch auf der Karte, die ich zurate zog, markiert war. Die Bruecke selbst war schmal, sodass es schon knapp fuer Kraftfahrzeuge wurde, auch ohne, dass ich mit meinem Gespann die Strasse blockierte, denn der Anstieg war steil und ich entsprechend langsam. Der Verkehrsgott hatte fuer diese Minuten aber scheinbar ein Einsehen und ich gelangte gefahrlos auf die andere Seite der Loire.

25. September, Etappe von Châtillon-sur-Loire nach Cosne-Cours-sur-Loire

Von da aus fuehrte die Route recht eintoenig durch das Loiretal, vorbei an Brachwiesen und Aeckern und dem Kernkraftwerk Belleville-sur-Loire. Dessen Tuerme konnte ich fast auf der gesamten Strecke sehen. Direkt am fusse des Kernkraftwerkes gab es ein Naherholungsgebiet und einen Picknickplatz. Lange blieb ich jedoch dort nicht, denn mir floessen diese Tuerme – es gibt noch zwei andere Kernkraftwerke, die fast direkt an Radwanderwegen stehen – immer maechtiges Unbehagen ein.

Die Temperaturen schafften es auf 24 schwuele Grad und am Horizont drohten bereits die ersten Regenwolken. Ich erreichte den Campingplatz noch gerade rechtzeitig, bevor der erste Guss niederging. Ob ich bis Dienstag bleiben kann, ist noch nicht sicher, denn eventuell ruecken am Montag die Arbeiter an, um morsche Baeume zu faellen. Der naechste Zeltplatz liegt aber nur etwa 20 Kilometer weiter an der Loire, also auch, wenn es, wie angekuendigt, am Montag nass wird, kann ich die Strecke noch fahren.

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