14. und 15. Oktober, Etappen von Bourbon-Lancy über Palinges nach Santenay

So schön es auch auf dem Campingplatz war, mein mageres Budget zwang mich dann doch, wieder aufzubrechen. Die nächsten beiden Etapppen würden mich vom Kanal weg und durch die Hügel der Bourgogne führen. Erst in Santenay gab es wieder einen günstigen Campingplatz.

Nachdem jetzt auch meine Kamera streikte, vermutlich die Speicherkarte, die war bestimmt genauso alt, musste das alte Handy zum Fotografieren herhalten. Dessen Display bröselte allerdings auch langsam davon und der Akku schwächelt. Also auch nur eine Frage der Zeit, bis das Gerät aufgibt. Ich kann nur hoffen, dass Amazon endlich in die Gänge kommt, und die Rückertstattung für den Laptop überweist. Mit meiner derzeitigen Ausrüstung wäre es utopisch zu glauben, ich käme damit gut durch den Herbst und Winter!

13. und 14. Oktober, Etappen von Bourbon-Lancy über Palinges nach Saint-Julien-sur-Dheune

Bis Paray-le-Monial konnte ich am Kanal entlang fahren und schaffte so ohne große Anstrengung 35 Kilometer. Ab da wurde es allerdings hügelig. Keine sonderlich steilen Anstiege, aber lange Serpentinen. Die 23 Kilometer bis Palinges fühlten sichan wie die doppelte Strecke, was nichts Gutes für die morgige Etappe verhieß. Das waren nämlich noch mal 32 Kilometer mit vielen Steigungen!

Ich brach früh von meinem Schafplatz – neben dem Campingplatz in Palinges – auf und suchte erst einmal nach einer Bar oder einem Cafe, wo ich mich aufwärmen und frühstücken konnte. Leider hatte das einzige Cafe am Ort geschlossen und so fuhr ich weiter. Auf den nächsten Kilometern wurde mir aber sehr schnell warm! Ich benötigte viele Pausen, weil meine arme Lunge sonst implodiert wäre. Hügelig blieb es bis Montceau-les-Mines, wo ich auch ein Cafe fand, in dem ich ein – wenn auch spätes – Frühstück genoss. ab hier verlief der Radwanderweg wieder am Canal du centre entlang und ich fuhr noch bis Saint-Julien-sur-Dheune, wo ich an einem Halte Nautique, einer Bootsanlegestelle, mein Zelt für die Nacht aufschlug.

Morgens fand ich tatsächlich Eis auf der Plane und auf dem Gras lag Raureif! Ich fuhr die ersten Kilometer zum erste Mal mit Handschuhen und warmer Trekkingunterwäsche unter der Kleidung, denn es blieb schattig und kalt am Kanal. so anstrenged die Etappe gestern auch gewesen war, dafür musste ich heute nur knapp 30 Kilometer bis zum Campingplatz in Santenay, den ich am frühen Nachmittag erreichte. Es war dann auch warm genug zum Duschen und Haare waschen.

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