06. November, Etappe von Saint-Vallier nach Tournon-sur-Rhône

Nach 12 Tagen Pause, die ich zum Arbeiten genutzt hatte, brach ich heute um 11:00 wieder auf. Ursprünglich hatte ich geplant, irgendwo bei Valence zu biwakieren, da es bis nach Cruas auf den Campingplatz für eine Tagesetappe zu weit war. Die gesamte Strecke wären etwa 78 Kilometer gewesen. Im Sommer kein Problem, aber im November waren die Tage dafür einfach schon zu kurz. Ich fahre auch nicht gerne im Dunklen Fahrrad.

Gestern jedoch erzählte mir der Besitzer des Campingplatzes, dass hinter Valence direkt an der Via Rhôna ein spanischer Radwanderer, der dort biwakiert hatte, ermordet worden war. Er wurde mit schweren Hals- und Kopfverletzungen aufgefunden und verstarb kurz darauf im Krankenhaus.

Das ermutigte mich natürlich nicht gerade, daher änderte ich meine Pläne. Es gab noch einen Campingplatz in Tournon-sur-Rhône, der geöffnet hatte und günstig war. Natürlich war das nur eine Mini-Etappe, aber dennoch sparte es einige Kilometer für Sonntag. Da sind es immer noch fast 70 Kilometer zu fahren.

06. November, Etappe von Saint-Vallier nach Tournon-sur-Rhône
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Ich fuhr die Strecke recht gemütlich, für Pausen unterwegs war es mit nur 10 Grad aber einfach zu kalt. Bis auf wenige Ausnahmen blieb der Himmel grau und wolkig, von Norden blies ein kalter Wind. November eben. Noch war ich nicht im Süden. Der Campingplatz öffnete um 14.30 und ich traf eine Stunde vorher in Tournon-sur-Rhône ein. Ich suchte mir also ein Café und trank einen Kaffee, um die Zeit totzuschlagen. Danach fuhr ich zum Campingplatz weiter, der auf der anderen Seite der Rhone liegt. Leider liegt auch dieser zwar am Fluss, aber auf der anderen Seite führt eine Schnellstraße vorbei. Mit 8,20 € war der Zeltplatz aber günstig und die sanitären Anlagen sogar geheizt.

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