09. November, Etappe von Cruas nach Pont-Saint-Esprit

Der Mistral schwächte sich über Nacht ab, dafür war es morgens mit nur 6 Grad ganz schön frisch. Die heutige Etappe sollte bis Pont-Saint-Esprit gehen, von der Länge her, etwa wie die Etappe nach Cruas. Ich sah also zu, dass ich auch heute so früh es mir möglich war, aufbrach.

Über Montelimar bis Vivier verlief der Radwanderweg fast durchgehend autofrei und führte durch die abwechslungsreiche Herbstlandschaft des Rhônetals. Rechter Hand thronten alte Burgruinen in den Steilfelsen, linker Hand sah ich viel Schwerindustrie und Kernkraftwerke. Eines steht in Cruas und vor Montelimar kam ich erneut an einem vorbei.

09. November, Etappe von Cruas nach Pont-Saint-Esprit

In Vivier angekommen, fand ich eine Bäckerei, an der auch ein kleines Café angeschlossen war und legte dort eine Pause für ein zweites Frühstück ein. Auf dem Marktplatz fand der Wochenmarkt statt und ich deckte mich dann auch gleich mit Äpfeln aus der Region ein. Danach ging e weiter an der Rhône entlang, an Pierrelatte und Lapalud vorbei. Pont-Saint-Esprit erreichte ich um 15.30, was mir genug Zeit gab, auf dem Weg zum Campingplatz noch ein paar Trockenvorräte wie Kaffee, Suppen etc. einzukaufen. Am Campingplatz kam ich dann genau zu der Zeit an, als die Rezeption öffnete.

Leider war dieses Quartier eine große Enttäuschung. Der Zeltplatz, es gab nur diesen einen Flecken dafür, ansonsten standen hier nur Ferienhäuser, bestand aus blanker Erde. Eine Stromsäule gab es erst gar nicht, sodass ich meine Geräte in den sanitären Anlagen aufladen musste. Tja, und die waren dann erst recht eine Katastrophe. Sie sahen aus, als wäre da schon lange niemand mehr mit Wischmopp und Putzlappen gewesen! Es gab nur eine Toilette und die war nicht nur schmutzig sondern auch verstopft. Zumindest das wurde dann später behoben. Alles in allem waren 10 € pro Nacht dafür definitiv zu teuer. Ich hatte ja für zwei Nächte online bezahlt, weil für den ganzen nächsten Tag Regen gemeldet war.

Die nächste Etappe gen Süden ist dann Avignon. Ob ich da aber auf den Campingplatz gehe, weiß ich noch nicht. Mein Budget sagt laut nein, allerdings ist das der letzte Campingplatz, der dann noch offen hat. Bis Toulouse biwakiere ich dann. Und duschen wollte ich eigentlich auch  ich mal, denn auf diesem Campingplatz wollte ich das bei den unhygienischen Zuständen nicht machen.

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