17. November, Etappe von Capestang nach Homps

Schon beim Aufbruch um 9.30 wehte ein kräftiger Wind. Da er von Westen herkam, bedeutete das für mich: Gegenwind beim Fahren. Hurra. Zudem kam erschwerend noch dazu, dass der Radwanderweg bis Castelnaudary nur an einigen Abschnitten ausgebaut war. Der Rest bestand immer noch aus dem alten unbefestigten Pilgerweg. Ich entschied mich daher, bis Le Somail lieber der Straße zu folgen. Mit der App Komoot – sie ist speziell für Radfahrer und Wanderer und sehr viel besser als Google Maps – legte ich die Route fest und fuhr los.

Le Somail erreichte ich gegen Mittag, konnte am Hafen im Touristenbüro Wasser tanken und nahm dann den Radwanderweg nach Ventenac-en-Minervois. Dort wollte ich meine ehemalige Nachbarin – ich verbrachte den Winter 2020/21 im Haus neben ihr – Alexandra besuchen. Wir tranken Kaffee, tauschte Neuigkeiten aus und um etwa 16.00 machte ich mich wieder auf den Weg.

17. November, Etappe von Capestang nach Homps

Der Wind hatte inzwischen noch ordentlich zugelegt. Mit Böen bis 55 km/h pfiff er daher. Vor allem wenn er von der Seite herkam, wurde es schlimm. Streckenweise schob ich das Fahrrad und kämpfte mich nur mühsam vorwärts. Das anvisierte Ziel – den Hafen bin Homps – erreichte ich vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr, fand aber einen halbwegs geschützten Platz am Kanal etwa 6 Kilometer vor Homps.

Bis um 3.00 nachts blieb es stürmisch, sodass ich auch da erst einschlief. Ich hoffte sehr, dass es morgen nicht mehr so stürmisch war, sonst sah es düster für meinen Zeitplan aus.

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