19. und 20. November, Etappen von Trebes über Villepinte nach Castanet-Tolosan

19. November, Etappe von Trèbes nach Villepinte

Mit nur 2 Grad war es am Morgen fast schon ein Schock, aus dem Schlafsack zu krabbeln und ins Freie zu gehen. Der Frühnebel sorgte noch dazu dafür, dass alles schon feucht war, als ich zusammenpackte. Um 9.00 fuhr ich los, weiterhin auf dem Fuß-Radweg, der meinem Fahrrad und mir alles abverlangte. Entweder fuhr ich sehr langsam oder stieg gleich ab und schob das Fahrrad. Erster Anlaufpunkt war Carcassonne. Dort trank ich in einer Bar einen Kaffee, konnte aber nur das Smartphone in der Zeit aufladen.

Weiter ging es dann in Richtung Bram, wo ich bereits im Mai am Kanal biwakiert hatte. Diesen Platz wollte ich auch heute wieder ansteuern. Leichter gesagt als getan. Knapp 25 Kilometer wären bei guter Strecke locker zu fahren gewesen, sodass ich normalerweise sogar noch bis Castelnaudary hätte fahren können. Zusätzlich gab es auch noch Umleitungen, weil am Kanal einige Schleusen repariert wurden. Auf diesen Abschnitten führte der Kanal auch kein Wasser mehr, was ein sehr ungewohnter und trostloser Anblick war!

Positiv war heute, dass kaum ein Wind wehte und weiterhin die Sonne schien. Das sollte sich ab Montag wohl ändern. Da sagt der Wetterbericht für die gesamte nächste Woche viel Regen bei nur noch 11 Grad Höchsttemperatur voraus. Bei dem jetzigen Tempo erreiche ich den Campingplatz in Sérignac-sur-Garonne frühestens am Dienstag. Das werden ungemütliche Etappen fürchte ich.

Um 17.00 erreichte ich Bram und fuhr noch bis zur Schleuse von Villepinte, wo ich mein Nachtlager aufschlug.

19. und 20. November, Etappen von Trebes über Villepinte nach Castanet-Tolosan

20. November, Etappe von Villepinte nach Castanet-Tolosan

Statt der vorhergesagten tiefen Temperaturen startete der Tag mit Wolken und relativ warmen 9 Grad. Die heutige Etappe sollte bis Montgiscard gehen oder, wenn ich es schaffte, auch noch weiter. Leider sollte das Wetter sich bereits ab Sonntag schon verschlechtern. Für die gesamte Woche darauf versprach der Wetterbericht Regen und Wind. Bis Sérignac-sur-Garonne waren es immer noch knapp 200 Kilometer. Zumindest aber lässt sich die Strecke ab Toulouse deutlich zügiger fahren, weil der Radwanderweg durchgehend asphaltiert ist.

Castelnaudary erreichte ich gegen 11.30 und kehrte dort in ein Café ein, in dem ich auch Laptop und Smartphone aufladen konnte. Um 13.00 fuhr ich weiter und musste bis Avignonet-Lauragais ein letztes Mal schlechte Wegstrecke bewältigen. Ab da konnte ich endlich kräftig in die Pedale treten. In Montgiscard fand ich keinen geeigneten Platz zum Übernachten, zudem war auf dem Radweg noch erstaunlich viel los. Jogger, Spaziergänger mit und ohne Hund oder Kinder, viele Radsportler.

Da empfahl sich ein Lagerplatz direkt am Radweg eher nicht. Also fuhr ich weiter bis nach Castanet-Tolosan, wo ich am Halte -Nautique dann endlich einen Platz fand. Auf dem Tacho standen 64 Kilometer, was eine gute Bilanz ist, bedenkt man den längeren Aufenthalt in Castelnaudary und das langsamere Tempo über etwa 12 Kilometer schlechtere Wegstrecke. Es war schon dunkel, als ich mein Zelt aufbaute. Ab morgen wird es dann richtig ungemütlich, sobald der Regen einsetzt. Wahrscheinlich lege ich den Rest der Strecke bis Sérignac-sur-Garonne in kürzeren Etappen zurück als geplant.

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