10. März, Etappe von Cabariot nach Rochefort

Heute sollte es eine wirklich kurze Etappe werden, nämlich nur bis zum Campingplatz in Rochefort. Dass er geöffnet hatte stand auf der Webseite, nur nicht, ob auch Radwanderer schon dort campieren konnten. Oft war es so, dass unereins frühestens ab April oder Mai die Zeltplätze nutzen konnten, Reisende mit Wohnmobil schon früher. Bei Campingplätzen, die direkt an Flüssen liegen, ergibt das auch Sinn, weil gerade die einfachen Zeltplätze im Frühling manchmal noch überschwemmt sind.

10. März 2022

Bevor ich gestern mein Zelt am Ufer der Charente aufschlug, rief ich die Rezeption des Campingplatzes an, aber sie hatten schon geschlossen. Heute brach ich erst um halb elf auf, als eine Regenpause in Sicht war. Da es ohnehin nur noch 13 Kilometer bis Rochefort waren, beschloss ich, es einfach zu probieren. Der Campingplatz lag nicht weit entfernt vom Radwanderweg. Weil die Rezeption aber erst um 15 Uhr wieder öffnete, legte ich in einem Café in Tonnay-Charente ein. Ich konnte dort auch mein Handy und den Laptop aufladen, was günstig war, falls ich nicht auf dem Campingplatz unterkam.

Es regnete zwischendurch heftig, aber es klarte auch immer wieder auf. In einer solchen Pause startete ich auf die letzten Kilometer nach Rochefort. Das war immer noch früh genug, um im Fall des Falles hinter der Stadt in Richtung La Rochelle ein Nachtquartier zu finden.

Doch ich hatte Glück. Ich konnte einchecken und buchte für zwei Nächte, da es morgen auch noch mal ordentlich regnen sollte. Leider sah der Wetterbericht für die gesamte kommende Woche eher nasskaltes Wetter vorher, und Campingplätze hatten auf dieser Strecke dann noch nicht geöffnet. Natürlich wäre es besser gewesen, wenn ich zumindest bis Mitte März auf dem Gratisplatz in Sèrignac-sur-Garonne hätte bleiben dürfen, aber ich war schon froh über die Erlaubnis für die drei Wintermonate gewesen, nachddem ich im Sommer derart Pech gehabt hatte, dass es meinen ganzen finanziellen Backgrounf pulverisiert hatte.

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