9. März 2022, Etappe von Le Phare de la Coubre nach Cabariot

Nach einer ruhigen Nacht, (kein Besuch von Wildschweinen!), gönnte ich mir ein ruhiges Frühstück und brach um halb zehn auf. Die heutige Etappe sollte kürzer werden. Das kam darauf an, wo ich einen Platz für dic Nacht finden konnte. Der nächste Campingplatz, der bereits geöffnet hat, liegt in Rochefort. Ob er auch schon Radwanderer aufnimmt, muss ich erst erfragen, hoffe es aber sehr, denn es soll die nächsten zwei oder drei Tage viel regnen. Atlantikküste im März, da ist mit einem solchen Wetter zu rechnen. Diese Strecke – Royan bis Nantes – bin ich bislang immer nur im Sommer gefahren, was vieles einfacher gemacht hatte.

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Meine erster Stopp sollte im Mc Donald bei Marennes sein, damit ich meine Geräte aufladen konnte. Vor allem mein Handy. Die externe Batterie ist auch schon leer, aber die muss ich über Nacht ans Ladegerät hängen, weil sie lange braucht, um vollständig wieder aufzuladen.

Auf halber Strecke nach La Tremblade durch den Wald, geriet ein Ast in das Vorderrad und das Schutzblech brach am unteren Ende. Das Ding ist nur aus Plastik und ich hatte schon länger die Befürchtung, dass es auf einer Tour den Geist aufgibt. Das war es also dann. Ich schraubte den unteren Teil ab, fixierte den Rest mit Klebeband, damit er nicht am Reifen scheuerte und konnte dann weiterfahren.

Marennes erreichte ich um halb zwölf. Im großen gelben M war noch nicht viel los und ich konnte mir einen guten Tisch aussuchen, an dem ich auch eine Steckdose zur Verfügung hatte. Ich nutzte die Zeit, um etwas zu schreiben und die Blogartikel der letzten beiden Etappen zu veröffentlichen. Das Restaurant füllte sich aber bald zusehends und es wurde laut. Ich überprüfte kurz die Ladestände von Laptop und Handy – ersterer 100%, zweiteres leider nur 52% nach fast zwei Stunden – ich musste wohl ein neues Ladekabel kaufen.

Noch schien die Sonne, als ich wieder aufbrach, doch es im Laufe der nächsten Kilometer zog sich der Himmel allmählich zu und der Wind frischte auf. Besonders auf dem Abschnitt durch die Marais bekam ich ihn zu spüren. Nachdem der Radwanderweg in den Wald hineinführte, wurde es angenehmer, zu radeln.

Geplant hatte ich, auf de Picknickplatz bei Saint-Agnant zu übernachten, denn bis nach Rochefort würde ich es heute nicht mehr schaffen, aber der Platz erwies sich als denkbar ungeeignet. Zu offen und zu dicht an der Straße. Der nächste bei Montherault war von einer Gruppe Ausflüglern belegt, und so fuhr ich weiter.

Ein Radsportler, der aus der Gegend war, und dem ich begegnete, meinte, dass es nach der Brücke über die Charente einen ruhigen – jetzt im März jedenfalls – Picknickplatz gab und fuhr mit mir dahin. Tatsächlich eignete sich der Platz prima und ich schlug dort mein Nachtlager auf. Leider versprach der Wetterericht schon ab morgen vormittag Regen plus den Freitag dazu. Ich hoffte also, dass der Campingplatz in Rochefort Radwanderer aufnahm. Dann könnte ich zwei Nächte dort buchen.

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