16. März, Etappe von Rochefort nach Andilly

Um 09:40 heute morgen brach ich nach 5 Tagen Pause in Rochefort wieder auf. Leider spielte das Wetter nicht wirklich mit. Alles grau in grau, aber immerhin relativ warm und trocken. Die heutige Strecke hatte ich mit Komoot geplant. Sie verlief nur teilweise auf denselben Abschnitten wie die La Vélodyssée und war dadurch gute 12 Kilometer insgesat kürzer. Zudem konnte ich so noch an einem Supermarkt halten und meine Proviant aufstocken.

Der nächste Campingplatz, der geöffnet hatte, befand sich erst wieder in Saint-Brevin-les-Pins an der Loiremündung. Das waren in meinem Reisetempo – gutes Wetter vorausgesetzt – etwa  5 bis 6 Etappen. Ich würde dort also frühestens Sonntag eintreffen.

Eine Reifenpanne, kurz nachdem ich vom Netto aus weitergefahren war, machte meine Zeitplan vorerst zunichte. Ich schob das Fahrrad auf einen Hotelparkplatz und sah mir den Schaden an. Ich hatte ja in Bordeaux so ein Anti-Pannenband gekauft, das an zwischen Reifen und Schlauch legt. Es soll verhindern, dass sich beispielsweise Scherben oder Nägel bis in den Schlauch drücken. Das Loch, beziehungsweise der Riss im Schlauch war schnell gefunden, dazu benötigte ich noch nicht mal Wasser. Er verlief nämlichbexakt an der Stelle, an der das eine abgerundete Ende des Pannenbandes lag. Das Teil hatte sich tatsächlich in den Schlauch gegraben, wie auch immer das möglich gewesen war. Es lag nämlich weiterhin flach auf dem Schlauch auf. Ich entfernte das Band, flickte den Schlauch und baute alles wieder zusammen, in der Hoffnung, dass kein weiteres Loch noch irgendwo war.

16. März 2022 Teil 1

Hinter Rochefort gelangte ich wieder auf den Radwanderweg, der leider etliche Kilometer über Yves bis nach Chatillon-Plage an der Autobahn entlang lief. Nicht so schön. Und laut. Danach ging es an der Küste entlang, aber natürlich bot der Atlantik bei dem Wetter keinen so spannenden Anblick. Braunes Wasser, bleigrauer Himmel.

16. März 2022 Teil 2
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Fast zwei Stunden später als geplant kam ich in La Rochelle an, gönnte mir eine Stunde Pause in einem Caféam alten Hafen. Von hier aus bis nach Marans waren es noch etwa 26 Kilometer. Laut Karte gab es vier Picknickplätze an der Strecke, an einem davon wollte ich für die Nacht bleiben.

Schlussendlich war es bereits dunkel und fast 20:00, bis ich einen geeigneten Platz am Ufer des Kanals fand. Alle Picknickplätze. An denen ich vorbeigekommen war, lagen zu dicht an Straßen. Für morgen bedeutete das nochmal 8 Kilometer bis Marans und von da ab 46 Kilometer bis La Tranche-sur-Mer. Erst danach würde es wieder Möglichkeiten geben, wild zu kampieren.

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