18. März 2022, Etappe von Longeville-sur-Mer nach Sauveterre

Ich verbrachte eine schöne ruhige Nacht in La Conches, frühstückte am nächsten Morgen mit meiner freundlichen Gastgeberin Christine – Encore une fois, un grand merci pour votre hospitalité ! – und brach um 09:45 auf. Auch heute wurden Windböen mit bis zu 50 km/h vorhergesagt und in der Nacht hatte es deutlich abgekühlt. Bei nur 8 Grad radelte ich los, entsprechend hatte ich wieder Winterkleidung angelegt. Dafür ließ sich wenigstens die Sonne stundenweise blicken, was es wesentlich angenehmer machte.

Die Strecke führte teils an der Küste und teils durch die Dünenwälder, was viele Steigungen beinhaltete. Der Wind drehte im Laufr des Vormittags von Nordost auf Südost, so hatte ich ihn meistenteils von hinten oder von der Seite. Die Abschnitte an der Küste gestalteten sich mit dem Seitenwind allerdings als Herausforderung. Dafür bekam ich grandiose Blicke auf den Atlantik. Demenstprechend oft traten Handykamera und Kamera in Aktion. Vom Meer kriege ich eben nie genug!

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Am späten Vormittag legte ich Kaffeepause in einem sehr gemütlichen Salon du the et cafe ein. Der Kaffe war superb, nicht zu teuer und die Atmosphäre mit leiser Jazzmusik sehr angenehm. Man merkt in diesen Küstenstädten deutlich, dass die Saison noch nicht begonnen hat. Kaum Verkehr auf den Straßen und auch Radwanderer trifft man selten an. Heute kamen mir gerade mal zwei entgegen.

Mein Plan war es, irgendwo auf der Strecke nach Brem-sur-Mer an eine der Picknickplätze am Radwanderweg zu übernachten. Der erste, an den ich gelangte, bot sich zwar an, doch ging es da noch recht lebhaft zu. Viele Ausflügler und Spaziergänger mit Hunden ware noch unterwegs, auch ein paar Mountainbiker.

Ich beschloss also, noch einige Kilometer zu fahren und fand dann einen ruhigen Parkplatz, etwas zurückgesetzt von der Straße, der leer war. Das Zelt baute ich in einer wind- und sichtgeschützten Ecke auf. Mit 53 Kilometern war die Etappe  heute etwa so lang wie die von gestern. Morgen erwarten mich – glücklicherweise – weniger Wind, aber die Steigungen bleiben.

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