3. April 2022, Etappe von Saint-Jean-de-Boiseau nach Oudon

Als ich das erste Mal aufwachte – so um halb sechs – betrug die Außentemperatut gerade mal -1°! Also verkroch ich mich lieber noch mal für eine Stunde in den Schlafsack. Mit dem Frühstück und Packen ließ ich es heute langsamer angehen, weil der gewählte Zeltplatz wirklich ruhig war und die Möglichkeit, dass sich jemand dahin verirrte bei Null lag. Um 10 Uhr brach ich dann schließlich auf. Es war immer noch knackig kalt mit 1 Grad über Null, aber wenigstens sonnig.

Die heutige Strecke führte weiter an der Loire entlang, allerdings beschloss ich, die Alternativroute zu fahren. Bis Nantes sparte ich so nicht nur 6 Kilometer. Diese Strecke war auch flach. Die Hauptroute des Radwanderweges führte nämlich durch zwei Orte, von denen der eine nicht umsonst La Montagne hieß! Die Steigungen dort – ich fuhr diese Strecke im letzten Jahr – hatten es in sich. Das wollte ich mir heute ersparen, da ich lieber abends mehr Zeit einplante für die Suche nach einem passenden Zeltplatz.

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Wie gesagt, die gewählte Route war deutlich einfacher und kürzer, dafür aber nicht so malerisch, denn sie führte – nach der Überfahrt mit der Fähre – durch das Industriegebiet nach Nantes rein. Mittags erreichte ich die Stadt und suchte nach einem Café, das geöffnet hatte. Gar nicht so einfach, denn alle, an denen ich vorbeikam, waren rappelvoll. Natürlich trug niemand mehr eine Maske. Corona freut es.

Erst hinter Nantes wurde ich fündig. Zwar ein Subway – teuer und der Kaffee schmeckte nicht so besonders – aber auf der restlichen Etappe hatte nichts mehr geöffnet. Viel los war auch nicht, also blieb ich drinnen und machte eine Stunde Pause. Die Wärme tat gut, denn die Sonne hatte sich längst wieder verzogen und es blies ein kalter Nordostwind.

Weiter ging es dann nach Mauves-sur-Loire, wo ich mich erneut für eine kürzere Route entschied. Mein Ziel war Oudon, wo es zwei große Aire de Picnics gab. Die Strecke war allerdings sehr holprig, teils auch unbefestigt, so dass ich nur langsam voran kam, wenn ich keinen Platten riskieren wollte. In Oudon kam ich endlich an einer öffentlichen Toilette vorbei die nicht automatisiert war – da gibt es nämlich keine Wasserhähne mehr – und konnte meine Wasserflaschen auffüllen.

Die zwei Picknickplätze lagen nur einen Kilometer auseinander, daher fuhr ich erst zum zweiten, weil ich mir bei dem anderen nicht sicher war, ob ich da Ärger bekam, wenn ich dort mein Zelt aufschlug. Der zweite entpuppte sich jedoch als für Radfahrer gesperrt. Der Eingang war mir einem Drehkreuz bestückt. Also wieder zurück zum anderen Platz. Viel los war da nicht mehr, daher riskierte ich es, suchte mir einen Platz ganz am Ende, nicht so im Fokus vom Parkplatz her, und baute mein Zelt auf. Da direkt nebenan die Gleise der Regionalbahn verlaufen, wird es nicht so schön ruhig werden, wie letzte Nacht.

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