11. April 2022, Etappe von Rigny-Ussé nach Tours

Nach einer ruhigen Nacht trank ich einen Kaffee und packte anschließend zusammen. Den reparierten Reifen hatte ich noch nicht wieder eingebaut, weil ich erst überprüfen wollte, ob er Luft verliert, ich also ein Loch übersehen hatte. Er schien jedoch in Ordnung zu sein, daher baute ich ihn wieder ein und verstaute das Gepäck. Um 10:15 fuhr ich los. Die Strecke heute würde nur etwa 39 Kilometer betragen, außer, der anvisierte Picknickplatz etwa 6 Kilometer vor Tours, eignete sich nicht als Schlafplatz. Der nächste wäre allerdings erst 16 Kilometer weiter gewesen.

Ich radelte recht gemütlich, hatte glücklicherweise heute auch durchgängig eine gute Straße, und machte mehrmals Trinkpausen, denn ab Mittag startete die Sonne richtig durch, nachdem der wind sich etwas gelegt hatte. Stattliche 24 Grad erreichten die Temperaturen am frühen Nachmittag! Leider hält das laut Wetterbericht nicht vor. Es soll zwar warm bleiben, aber angekündigt sind Wolken und Regen ab morgen Mittag. Schade, denn Tours hätte ich lieber bei schönem Wetter durchquert und mir etwas Zeit zum Sightseeing genommen. So wird es wohl nur beim raschen Durchfahren bleiben.

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Die Strecke heute führte weitestgehend an der Loire entlang auf einem asphaltierten Weg, der teilweise auch für Autos freigegeben war. Leider, denn so einige von den Fahrern rasten, als gäbe es kein Morgen mehr, trotz der ganzen Hinweisschilder auf Radfahrer. An einer Kreuzung hätte mich beinahe ein SUV-Fahrer gerammt, der von der Straße, die aus einem Dorf heraufführte, auf den Radweg einbog! Glücklicherweise fuhr ich so langsam, dass ich noch rechtzeitig bremsen konnte. Der Typ bremste natürlich nicht. Das Heck des Wagens verfehlte mich nur um sehr knappe Zentimeter. Nicht das erste Mal, dass so etwas passiert.

Ich war froh, als der Radweg dann wieder für Autos gesperrt war. Ansonsten war es eine schöne Route, flach und viele Picknickplätze zum Ausruhen. Die ungewohnte Wärme und der warme – am Morgen noch frische – Wind sorgten für Müdigkeit und Durst. Heute konnte ich aber an mehreren Plätzen Wasser auffüllen.

Um 17:45 erreichte ich den Picknickplatz am kleinen Fährhafen vor Tours. Zwar war er nicht ganz so lauschig, wie es auf Google Streetview ausgesehen hatte – Die Autobahn führt nahe dran vorbei und es gibt einen Stellplatz für Saisonarbeite auf der Wiese gegenüber, aber da es den nächsten erst 16 Kilometer weiter gab, entschloss ich mich, hier zu übernachten. Morgen geht es dann durch Tours durch und nach Amboise auf den Campingplatz. Je nach Wetter bleibe ich dort ein oder zwei Tage. Heute bin ich früh genug dran, dass ich noch etwas am aktuellen Manuskript arbeiten kann.

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