16. April 2022, Etappe von Chailles nach Beaugency

Es war ganz schön frisch, als ich um 9:30 zur nächsten Etappe aufbrach. Über Nacht war es windig geworden da der Wind aus Nordost wehte, bekam ich es heute mit viel Gegenwind zu tun. So warm wir gestern wurde es auch nicht mehr, es blieb in der Sonne bei knapp 20 Grad, wegen des Windes fühlte es sich jedoch deutlich kühler an.

Zuerst stand Blois als nächstes Ziel auf dem Plan. Obwohl Wochenende du Osterferien waren, hielt sich der Ansturm an Touristen in Grenzen. Ich parkte das Fahrrad am Schloss und machte zu Fuß einen kleinen Rundgang für einige Fotos. Danach suchte ich mir eine Bäckerei mit angeschlossenem Café, wo ich nicht nur frühstücken, sondern auch meine Geräte aufladen konnte. Nach einer guten Stunde radelte ich wieder los.

Bis zum Chateau Chambord, eines der berühmtesten und schönsten Schlösser an der Loire, waren es 18 Kilometer. Es ging an dem kleinen Fluss Cousson entlang, teils mit leichteren Anstiegen, aber kein Vergleich zu gestern. Nach 12 Kilometern führte der Radwanderweg in den riesigen Park von Chambord hinein. 6 Kilometer lang ging es leicht hügelig durch den Wald bis zu einem großen Parkplatz, wo auch die Hauptstraße wieder zum Radweg stieß. Vor mir lag das Chateau, doch was für eine Enttäuschung: Die Türme waren alle eingerüstet, Teile von Nebengebäuden ebenfalls. So würde auf den Fotos die Schönheit dieses Schlosses leider nicht sichtbar werden.

Ich hielt mich auch nicht so lange auf wie geplant, machte einige Fotos, gönnte mir dann eine Pause zum Essen und Trinken und radelte danach wieder los. Es ging zurück an die Loire über Muides-sur-Loire und dann weiter in Richtung Beaugency. Irgendwo dazwischen hoffte ich, einen Platz für die Nacht zu finden. Das gestaltete sich aber schwieriger als gedacht. Der Radwanderweg führte über die Brücke auf die andere Seite der Loire und über einen Deich. Kilometer um Kilometer radelte ich, doch rechts wand sich das abschüssige Ufer der Loire entlang und links gab es zumeist große Ackerflächen und Rinderweiden. Kein einziger Picknickplatz weit und breit, gelegentlich stand mal hier und da eine Bank an der Böschung.

Erst in Beaugency fand ich auf einem kommunalen Stellplatz für Wohnmobile eine Möglichkeit, mein Zelt für die Nacht aufzubauen. Das war eine weitere Strecke als geplant und ich bin ziemlich müde. Morgen geht es dann weiter, entweder eine kurze Etappe bis Orléans oder eine längere in Richtung Jargeau.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.