29. April 2022, Etappe von Ouzouer-sur-Trézée

Ursprünglich hatte ich ja geplant, heute bis Montargis zu fahren und Samstag einen Tag Pause zu machen, um die benötigte Ausrüstung neu zu kaufen beziehungsweise zu ersetzen, was kaputt war. Dummerweise unterlief mir bei der Etappenplanung ein grober Fehler. Ich hatte schlicht eine Etappe übersehen, was bedeutete, dass ich alles heute erledigen musste. Aus dem gemütlichen Radeln bis Montargis wurde also nichts. Ich startete um 10:00 und trat zügig in die Pedale, denn ich wollte spätestens um 16:00 am Campingplatz sein, damit noch genug Zeit blieb, um ins Gewerbegebiet zu fahren, wo Decathlon, Intersport und die anderen Geschäfte lagen.

Bis Rogny-les-Sept-Écluses klappte das auch wunderbar. Danach schlängelte sich die Route allerdings nicht mehr am Kanal entlang, sondern verlief oberhalb und parallel dazu durch die hügelige Landschaft. Diesen Teil der Strecke hatte ich noch gut vom September 2021 in Erinnerung, als ich sie in der Gegenrichtung befahren hatte. In Dammarie-sur-Loing traf der Radweg wieder auf den Kanal. Ab da war er angenehm zu fahren und ich konnte wieder etwas mehr Tempo machen.

Vom Start bis etwa 13:00 blieb es bewölkt und es tröpfelte vereinzelt sogar, doch später schaffte es die Sonne doch noch durch die Wolken und es wurde schön. Vor Montargis hatte ich zwei Möglichkeiten: Vom Radwanderweg aus direkt ins Gewerbegebiet zu radeln und anschließend auf den Campingplatz, oder erst auf den Campingplatz, Zelt aufbauen und dann ohne das ganze Gepäck zum Einkaufen fahren. Ich entschied mich für das zweite, weil ich gerne noch duschen wollte, bevor ich mich in die Geschäfte stürzte.

Der Campingplatz selbst liegt etwas außerhalb von Montargis und ist mit dem Fahrrad nicht einfach zu erreichen. Die Radstreifen entlang der Hauptstraße sind ein Witz, vor allem, wenn die Autofahrer mit ihren Karren dann auch noch halb darauf fahren! Entsprechend stressig war dann auch der Weg ins Gewerbegebiet. Insgesamt brauchte ich für die 14 Kilometer hin und zurück, sowie fürs Einkaufen selbst fast 4 Stunden. Danach war ich fix und alle und hatte rasende Kopfschmerzen, wie immer, wenn ich Stadtverkehr bewältigen muss.

Leider habe ich auch nicht alles von dem kaufen können, was auf meiner Liste stand. Sowohl Decathlon als auch Intersport boten kaum Material für Trekking an. Campingzelte gab es nur die großen ab 4 Personen aufwärts. Ich bekam eine neue selbstaufblasende Schlafmatte – die andere ich vor Aufbruch verschenkt, weil sie zu viel Platz im Anhänger wegnahm – und neue Reifen. Kurze Radsporthosen gab es nur für Männer und Kinder. Dafür fand ich einen Laptop-Rucksack mit Rolltop und viel Platz für mein mobiles Büro. Der alte Rucksack ist nur ein einfacher Trekkingrucksack und nach 3 Touren schon ziemlich mitgenommen. Im Darty kaufte ich noch einen Miniwasserkocher und eine zweite Powerbank. Dienstag komme ich in Paris noch an einem Decathlon vorbei, vielleicht bekomme ich dort ein Zelt, solange muss das jetzige noch halten.

Heute geht es auf eine kürzere Etappe bis hinter Nemours, morgen dann nach Melun und Montag auf eine längere bis zum Hostel in Ivry-sur-Seine.

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