16. Juni 2022, Etappe von Hasselt nach Hollandscheveld

Heute war es deutlich wärmer als in den letzten Tagen, als ich um 10:00 aufbrach. Vom Hafen aus gelangte ich schnell wieder auf den Radweg und schlug als erstes die Richtung nach Meppel ein. Dort wollte ich im MC Donald frühstücken und meinen Laptop updaten. Normalerweise mied ich das große gelbe M, aber ich brauchte WiFi und das gab es da nun mal gratis. Die Strecke führte schön durch die Landschaft, die geprägt von Wiesen und Weiden mit Milchkühen war. Ich sah sogar ein Storchenpaar auf der Wiese! Bis gestern überwogen Schafe, hier jedoch sah es so aus, wie man sich die Niederlande eben vorstellt. Nur ohne die Windmühlen. Von denen habe ich leider herzlich wenige gesehen. Und Tulpenfelder gar keine. Vermutlich bin ich die falschen Radwege gefahren.

Nach Meppel hinein ging es durch einen wunderschönen Park, anschließend weiter in den Ort. Nach einem kurzen Abstecher zum Aldi, radelte ich zum MC Donald, blieb dort etwa eine Stunde. Von hier aus wechselte ich auf den Radweg nach Hoogeveen, etwa 24 Kilometer entfernt. Allerdings verfuhr ich mich einmal, was einige Kilometer zusätzlich bedeutete. In Noordwik, einem kleinen Ort mit Hafen am Kanal gönnte ich mich noch mal eine Pause und aß eine Kleinigkeit. Wie so oft, vergaß ich, genug Wasser zu trinken. Das holte ich jetzt nach.

Weiter ging es, immer am Kanal entlang – Hoogevensche Vaart – bis in die Stadt hinein, wo der Radweg einen anderen Verlauf nahm. Ich wollte nicht komplett durch das gesamte Stadtgebiet radeln, fand eine Strecke, die mich zurück zum Kanal brachte und blieb darauf, Sie war zwar deutlich länger, aber schöner zu fahren als die, die mir Komoot vorgeschlagen hatte. Bis Geesbrug, wo ich mir einen Schlafplatz suchen wollte, war es eigentlich nicht mehr weit, aber ich verfuhr mich ein zweites Mal. Statt nach Geesbrug gelangte ich nach Hollandscheveld.

Als ich Google Maps studierte, um zu sehen, wie ich auf die richtige Strecke kam, entdeckte ich einen Campingplatz, den ich, da ich ja eigentlich ganz woanders sein sollte, nicht auf der Liste hatte. Ich suchte im Internet die Webseite, stellte fest, dass der Campingplatz sehr günstig war und fuhr hin. Der Betreiber empfing mich freundlich und auf meine Nachfrage – die Rezeption hatte schon geschlossen – ob ich gleich oder erst morgen früh bezahlen sollte, entgegnete er, dass ich kostenlos hier nächtigen durfte. Na, das war doch mal eine gute Nachricht! Über die morgige Etappe bin ich mir noch nicht schlüssig. Entweder fahre ich von hier aus direkt über die Grenze nach Deutschland rein – nach Meppen an der Ems, was viel Schnellstraße bedeuten würde, oder ich radele einen Umweg über Emmen nach Ter Apel und erreiche Deutschland am Samstag.

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