09. Juli 2022, Etappe von Krautsand nach Cranz

Obwohl der Wetterbericht für die nächsten Tage auch nicht gerade aufmunternd war – viel Wind, wenig Sonne und immer wieder Regen, vor allem aber sehr kühl, kaum über 18 Grad – brach ich dennoch heute auf, denn wirklich optimal war der Campingplatz zum Arbeiten nicht. Für das, was er bot auch zu teuer. Man durfte zum Beispiel keine Handys an den Steckdosen in den Waschräumen aufladen. Nicht, dass da irgendwo ein Hinweis darauf gewesen wäre! Nein, ich wurde deswegen von einem Angestellten angepampt, der mich des Diebstahls bezichtigte! Hallo? Ich bin daraufhin zur Rezeption und der Besitzer des Campingplatzes war ebenfalls nicht davon begeistert, wie sein Angestellter mit Gästen umsprang. Zwar durfte ich die Steckdosen weiterhin nicht benutzen, aber ich konnte im der Rezeption angeschlossenen kleinen Café mein Handy und den Laptop aufladen. Immerhin.

Laut war es auch, denn die ganzen Hecken und Büsche bekamen eine neue Frisur verpasst. Motorsense, Motorheckenschere, Laubbläser … alles war im Einsatz. Da halfen auch keine Ohrhörer mit Musik mehr.

Um halb zehn Uhr radelte ich los, blieb aber nicht auf dem Elbe-Radweg, sondern fuhr erst noch nach Drochtersen hoch, um einzukaufen und zu frühstücken. Danach ging es weiter nach Stade. Zwar ein weiterer Umweg von insgesamt 12 Kilometern, aber der lohnte sich auch! Was für eine zauberhafte Altstadt!

Anschließend kehrte ich nicht zum Elberadweg zurück, sondern fuhr eine andere Strecke und traf bei Bassenfleth wieder auf den Radweg. Der Wind hatte deutlich aufgefrischt, glücklicherweise hatte ich ihn aber die meiste Zeit im Rücken. Bei Grünendeich gönnte ich mir einen kleinen Imbiss, zum länger pausieren war es durch den Wind einfach zu kühl. Zudem hatte ich noch etliche Kilometer bis zum Ziel, einen 1nighttent Zeltplatz in Cranz. Den erreichte ich um 18:45. Der Gastgeber hatte mir Anweisungen per E-Mail geschickt, wie und wo alles war, falls er nicht zu Hause war. Ich fand ein schönes windgeschütztes Plätzchen und richtete mich ein. Toilette, Wasser und sogar Strom stand mir zur Verfügung. Morgen geht es dann weiter zur Finkenwerder Fähre, mit der ich eine Rundfahrt machen werde, bevor ich auf der anderen Seite der Elbe wieder in Richtung Küste fahre.

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