10. Juli 2022, Etappe von Cranz nach Blankenese

Irgendwie war ich heute früh zu unruhig und brach bereits um 8:00 auf. Zwar hatte ich heute insgesamt nur knapp 30 Kilometer zu fahren, wollte aber die Besichtigungstour in Hamburg in aller Ruhe absolvieren. Der erste Streckenabschnitt ging über den Elbe-Radweg nach Finkenwerder zur Fähre. Die fuhr sonntags erst später und daher suchte ich mir eine Bäckerei, um zu frühstücken. Um halb zehn Uhr schließlich stand ich samt Gespann auf der Fähre 61. 3,50 Euro kostete die Überfahrt bis zu den Landungsbrücken. Die Fähre legte an mehreren Stationen an, unter anderem dem Fischmarkt und natürlich dem Museumshafen Ovelgönne. Endstation waren die Landungsbrücken ganz in der Nähe der Elb-Philharmonie. Von hier aus wollte ich in einem großen Kreisbogen über die Speicherstadt und Innenstadt zurück zu den Landungsbrücken.

Zeit hatte ich genug, denn bis zum heutigen Ziel, dem Campingplatz hinter Blankenese, waren es dann nur noch 15 Kilometer. Auf der Uferpromenade war ordentlich was los, aber sicher deutlich weniger als bei hochsommerlichem Wetter. Ich ging zu Fuß und schob das Fahrrad, da ich oft stehenblieb, um zu fotografieren. Motive gab es wahrlich genug! Die HafenCity bis zur Speicherstadt, die Kohlbrandbrücke, die Alsterarkaden bis zum Rathausplatz. In der Altstadt hatte ich allerdings etwas Pech. Viele Straßen waren gesperrt, überall standen Pavillons und Stände, weil der der Hamburger Triathlon stattfand. Auch Fotos gelange mir kaum, es waren einfach zu viele Menschen anwesend. Ich suchte mir einen Weg zurück zu den Landungsbrücken über den alten Elbpark. Hier legte ich in einem nicht so überlaufenen Café eine Pause ein, bevor ich weiterfuhr. Zum Teil konnte ich auf dem Radweg nicht fahren, weil er über die Uferpromenade verlief und es dort entsprechend voll war. Erst hinter dem Museumshafen ging es flotter voran. Na ja, soweit möglich bei dem kräftigen Gegenwind.

Um 17:30 traf ich am Campingplatz ein. Ich hatte zuvor reserviert nachdem der 1nighttent Anbieter in Rissen abgesagt hatte. Mit 16,60 Euro plus 20 Euro Pfand war er nicht gerade billig. Zudem waren die Zeltplätze einfach nur Sandkuhlen und jeder stellte sein Zelt da auf, wo gerade Platz war. Der Boden war tief und locker, das war kein Vergnügen mit dem schweren Gespann da vorwärtszukommen! Immerhin gab es eine Ladestation für Handys und Co, die Radwanderer nutzen konnten. Morgen wird es anstrengend werden, denn falls auch der dritte 1nighttent absagt – die andere beiden hatten sich zurückgemeldet und geschrieben, das sie selbst gerade im Urlaub sind – muss ich bis zum nächsten Campingplatz hinter Brunsbüttel 75 Kilometer bewältigen. Mit Gegenwind. Juchuu.

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