28. Juli 2022, Etappe von Haßberg nach Grube

Gegen neun Uhr war ich bereits wieder unterwegs. Zwar hatte ich keine lange Strecke heute, dafür aber einige lange Anstiege zu bewältigen. Die Route führte erst einmal zurück nach Hohwacht auf den Eurovelo 10 und anschließend durch das Seengebiet bei Sehlendorf. Der Radweg war hier ebenfalls geschottert aber ohne tiefe Rinnen und Furchen. Ich konnte fahren, wenn auch nur langsam. Das herrliche Panorama entschuldigte das reichlich. Seen, viele Wasservögel, kleine Holzbrücken und ab und zu ein Blick auf die Ostsee im Sonnenschein … wunderschön. Die alternative Route über die Steilküste hatte ich mir verkniffen, auch, wenn ich von dort aus sicher noch eine schönere Aussicht gehabt hätte. Steigungen kamen ab dem Weißenburger Strand auch so noch genug. Bei dem beinahe klaren Himmel mit viel Sonne und wenig Wind kam ich immer wieder ordentlich ins Schwitzen. Nach Oldenburg rein wurde es wieder leichter zu fahren. Im großen gelben M dort legte ich eine längere Pause ein, aktualisierte mein Betriebssystem und den Reiseblog, gönnte mir einen Riesenbecher Cappuccino mit veganem Apfelkuchen dazu. Der schmeckte tatsächlich sehr lecker. Danach radelte ich ins Stadtzentrum, lud die zweite Telefonkarte auf, da mein Guthaben von der französischen Karte wieder aufgebraucht war, bummelte etwas durch die kleine Stadt – viel gab es nicht zu sehen – und kaufte nochmal frisches Obst ein. Krass auch die Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland nicht nur bezüglich Netzausbaus und mobile Verfügbarkeit: Ich zahle für meine Prepaid-Karte 9,99 Euro im Monat und bekomme dafür 50 GB Datenvolumen. Für die Vodafone-Karte zahle ich 14,99 Euro für 5 GB! Im Supermarkt gab es ein kleines Café, also kehrte ich dort erneut ein und tippte noch ein halbes Kapitel am aktuellen Manuskript. Danach ging es auf den letzten teil der heutigen Etappe. Er führte mich von Oldenburg über Heringsdorf nach Grube zu meinem Nachtquartier. Wie gut, dass ich meine Wasserflaschen aufgefüllt und alle Geräte gestern Abend aufgeladen habe! Hier befand sich nämlich auf der Wiese nichts außer einigen Schafen. Neben meiner Wenigkeit übernachtet hier noch eine junge Frau aus Hamburg und später kam ein weiterer Radwanderer dazu. Morgen habe ich deutlich mehr Kilometer zu bewältigen und übernachte diesmal auf einem Campingplatz. Übermorgen steht Lübeck auf dem Plan, darauf freue ich mich schon. Das Wetter soll halten und noch wärmer werden, aber Megahitze ist nicht vorhergesagt worden. Maximal 26 Grad.

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