14. August 2022, Etappe von Sanddornstrand nach Schwaan

Eingedenk der vorhergesagten 30 Grad hatte ich am Vorabend schon einiges gepackt und verstaut, sodass es heute früh recht flott ging, bis ich starten konnte. Um 09:00 brach ich auf, das Etappenziel für heute war der Campingplatz in Schwaan. Weil die Strecke an der Küste entlang nach Rostock rein zu weit war – fast 20 Kilometer mehr – entschied ich mich die alternative Route über Bad Doberan zu nehmen. Das Meer würde ich also erst wieder im Herbst an der Loire Mündung sehen. Ich fuhr also los, bemerkte jedoch schnell, dass mit dem linken Pedal etwas nicht stimmte. Als ich abstieg und nachsah, wurde klar, dass ich neue Pedale benötigte. Der Kunststoff auf der Trittfläche, der die Schraube umhüllte, war gebrochen und die Schraube ragte nun nach oben heraus. Fahren konnte ich damit schon, aber bequem war das nicht. Ich hoffte, dass ich auf der nächsten Etappe über Grützow nach Krakow am See ein Fahrradgeschäft fand, um ein neues Set Pedale kaufen zu können. Logisch, dass so etwas immer an einem Sonntag, Feiertag oder Nachts passiert! Bis Bad Doberan kam ich zügig voran, trotz einiger Anstiege, aber die Hitze machte mir zu schaffen. Der Wind half auch nicht viel, da er warm und trocken blies.

In Bad Doberan legte ich eine kleine Pause im Schatten ein, fotografierte das Doberaner Münster und radelte dann weiter nach Rostock. Im Mac Donalds etwa 3 Kilometer vor der Altstadt gönnte ich mir eine längere Pause mit Cola und Pommes Frites. Für Kaffee war es mir einfach zu heiß. Ich konnte meinen Laptop und das Handy aufladen und nutzte das WLAN für Updates.

In Rostock tummelten sich gar nicht so viele Touristen wie ich erwartet hatte. Vermutlich zogen die bei der Hitze die Strände an der Ostsee vor. So konnte ich in aller Ruhe durch die Stadt bummeln und fotografieren. Im Stadtpark genoss ich für eine Weile noch den Schatten und etwas Kühle, die die alten Bäume spendeten und radelte anschließend den letzten Abschnitt nach Schwaan. Wie die Etappen davor auch, präsentierte sich die Landschaft aus Äckern und gelegentlich Wald. Und natürlich staubtrocken. Anstiege hatte ich auch wieder, aber etwa auf halber Strecke wurde das Gelände deutlich flacher. Ich erreichte den Campingpatz gegen 18.00 Uhr. Mit 11, 50 Euro – plus duschen – war er günstig, lag sehr schön ruhig in einem Wäldchen. Ich war rechtschaffen müde, weil ich nach 10 Tagen ein bisschen aus der Übung gekommen war, dazu die Hitze und die anstrengende Strecke … Alt wurde ich jedenfalls heute nicht mehr. Um 22:00 ging ich schlafen.

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