16. August 2022, Etappe von Marienhof nach Leisten bei Plau am See

Ich brach nach einer ruhigen Nacht bereits um 08:30 auf. Zwar sollte die heutige Etappe mit knapp 39 Kilometern nicht so lang sein, aber Anstiege hatte ich natürlich heute auch wieder und es sollte erneut an die 30 Grad bekommen. Von Marienhof aus ging es erst einmal die Landstraße entlang bis Krakow am See. Im hiesigen Edeka stockte ich meine Vorräte auf und nutzte im kleinen angeschlossenen Café Strom und WLAN. Danach machte ich mich zur See Promenade auf, die trotz der frühen Stunde bereits ziemlich voll mit Touristen und Passanten war. Zudem bauten Schausteller ihre Attraktionen auf, Lkws rangierte und es war ganz allgemein einfach laut und ungemütlich. Da half die schöne Aussicht auf den See auch nicht mehr viel.

Statt auf der Straße weiterzufahren, entschied ich mich – Zeit hatte ich ja – dafür, den Mecklenburger-Seen-Rundweg zu fahren. Am Seeufer gab es neben den allgegenwärtigen Äckern glücklicherweise auch Wald, sodass ich es wenigstens ab und an etwas schattiger und kühl hatte. Wie schon auf den vorherigen Etappen vermisste ich ausreichend Rastplätze. Auf Kilometer hinaus fand ich nicht eine einzige Bank!

Der Radweg selbst entpuppte sich als besserer Wanderweg, schmal und teilweise mit lockerem Sand gefüllt. Ich kam nur langsam voran und musste einige Abschnitte mein Gespann schieben. In Glave fand ich im verwunschenen Park endlich eine Bank und freute mich auf Pause im Schatten. Ja, Pustekuchen. Direkt unter der Bank hatte sich ein Ameisenvolk häuslich niedergelassen und breiteten sich schnell auch auf der Sitzfläche aus. Seufzend brach ich ab und stieg wieder aufs Fahrrad. Nach einem Kilometer erreichte ich die Landstraße nach Karow und Plau am See. Leider waren die 5 Kilometer bis Karow nicht abgesichert und Junge, auf der Straße wurde gerast! Ging ja auch so schön geradeaus. Überholmanöver aus der Hölle inklusive. Einen Beinahezusammenstoß gab es auch, als ein Autofahrer in einer Kurve – Überholen war da wohlgemerkt verboten! – einen Holzlaster überholen wollte und fast mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert wäre.

Ab Karow hatte ich dann wieder einen Radweg und folgte diesem bis nach Leisten. Hier bog ich vom Hauptweg ab, denn der Campingplatz lag direkt am Seeufer. Nach weiteren 2 Kilometern erreichte ich ihn um 16:00. 12, 50 Euro kostete die Nacht ohne Strom, Duschen einen Euro extra. Im Vergleich zu den anderen Plätzen noch recht günstig und die Fläche für die Zelte war schön und lag unter Bäumen. Für morgen steht die Übernachtung noch nicht fest. Entweder ein 1nitetent bei Lübz oder der Campingplatz am Blankensee. Das Wetter soll bis übers Wochenende weiterhin heiß mit Temperaturen an oder über 30 Grad bleiben. Abkühlung in Form von Gewittern ist am Freitag und Samstag gemeldet. Bisher kam kaum Regen herunter.

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