20. und 21. August 2022, Etappe von Neustadt-Glewe nach Bresegard bei Picher und Rassau an der Elbe

Diese beiden Etappen fasse ich zusammen, da sie kurz und ziemlich unspannend waren, was die Radwege betraf. Vom Campingplatz aus ging es auf dem Radweg weiter nach Neustadt-Glewe hinein. Der Himmel zeigte sich immer noch grau in grau und ab und zu nieselte es auch noch ein wenig, dennoch wollte ich noch der Burg einen Besuch abstatten. Leider fand dort eine Hundemesse statt, also keine Möglichkeit, den Innenhof – alles andere war ohnehin nur mit Gebühr und einer Führung verbunden – zu fotografieren. So knipste ich nur den Burgturm und radelte weiter.

Bis Ludwigslust folgte ich der L073, an der ein Radweg entlangführte. Steigungen hatte ich heute keine mehr und ich erreichte die Stadt gegen halb eins. Ich fuhr zum Schloss, machte einige Fotos, die mit etwas mehr Sonnenlicht sicher schöner geworden wären. Mein Stadtbummel dauerte kaum eine Stunde, bevor ich mich auf die Strecke nach Bresegard bei Pilcher begab. Um ehrlich zu sein, habe ich niemals damit gerechnet, tatsächlich mal in dieser Gegend unterwegs zu sein, aber der Deutschlandtrip war ja auch recht spontan erfolgt.

Auf Hof Birkenkamp, mein heutiges Ziel, traf ich gegen halb drei ein. Und wow, was für ein wunderschöner Ort, den Jenny, ihr Mann und meine Autorenkollegin Chrissy erschaffen haben! Alles mit viel Liebe und handwerklichem Geschick, das überall sichtbar war. Und natürlich ganz viele glückliche Tiere. Hennen mit Charakter und süßen Küken, stolze Gockel und Theo der Pfau. Dann gab es noch die Alpakas, die nach einer kleinen Wanderung wieder auf den Hof ankamen. Soo hübsche Tiere. Zum Verlieben! Die Vollblutaraber von Chrissy habe ich selbstverständlich auch besucht.

Der Nachmittag verging rasend schnell – leider – und abends schlug ich mein Zelt neben der Pferdekoppel auf. Die so vertrauten Laute der Pferde begleiteten mich in den Schlaf. Nur das Rauschen des Meeres ist noch schöner. Am nächsten Morgen frühstückten wie noch gemeinsam – gepackt hatte ich schon alles – und schließlich ging diese schöne Zeit zu Ende und ich brach wieder auf. Keine lange Etappe heute, nur 38 Kilometer über größtenteils flache Wege bis an die Elbe, wo ich auf einem kleinen Campingplatz bei Rassau unterkam, der zu einem ehemaligen Bauernhof gehört, den ein Paar aus Amsterdam renoviert. Morgen habe ich etwa 55 Kilometer auf dem Elberadweg vor mir. Nächtigen werde ich auf einem Campingplatz in Artlenburg. Übermprgen geht es dann am Elbe-Seitenkanal weiter.

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