24. August 2022, Etappe von Wichmannsburg nach Bad Bodenteich

Nach einer ruhigen Nacht brach ich um 09:30 auf. Die heutige Etappe führte mich teilweise über Landstraßen, zumeist aber über den Lüneburger-Heide-Radweg – die alte Salzstraße – nach Uelzen. Auf einigen Abschnitten war er schwierig zu befahren, da der Untergrund sandig und lose war und stellenweise auch das alte Kopfsteinpflaster noch existierte. In den Wäldern war es auffallend ruhig, außer ab und zu ein paar Krähen, die sich bemerkbar machten, hörte ich keinen einzigen Vogel singen.

Bis auf diese etwas schwierigen Abschnitte war der Radweg schön zu fahren. Allerdings kreuzte er mehrmals die B 4 und das war jedes Mal russisches Roulette, um heil auf die andere Seite zu gelangen! Uelzen lag eigentlich gar nicht direkt auf meiner Route, war aber definitiv einen Abstecher wert. Vor allem der Hundertwasser-Bahnhof gab ein tolles Fotomotiv ab. Zum Abschluss gönnte ich mir noch ein Eis – bei 30 Grad das einzig Wahre – und radelte zurück auf den Radweg nach Bad Bodenteich. Da die ausgeschilderte Strecke aber einige Schleifen durchs Land zog, blieb ich auf dem meistens ganz gut zu fahrenden Weg entlang des Elbe-Seitenkanals. Nur die letzten zwei Kilometer bis zur Abzweigung zum Campingplatz gestalteten sich mit Anhänger etwas schwierig, da hier das verbliebene Gras nicht gemäht war und der Weg selbst nur noch aus zwei ausgefahrenen Furchen bestand.

Um 17:30 erreichte ich den im Wald gelegenen Zeltplatz. Eine Nacht kostete 9,50 €, wie immer ohne Strom natürlich. Leider lag das Waschhaus von der Zeltwiese – na ja, eher Sandplatz! – zu weit weg, um meine Geräte aufladen zu können, ohne dabei zu bleiben. Den Laptop und das Handy hängte daher ich an die Steckdose, während ich duschte und meine Sachen ins Zelt sortierte.

Für morgen hatte ich ursprünglich geplant, den Campingplatz Beversen anzufahren, aber diesen Plan habe ich verworfen. Ich entdeckte einen anderen Zeltplatz bei Groß Oesingen, der mit 4,50 € echt günstig ist. Für das Wochenende sind schwere Gewitter und Starkregen vorhergesagt, da bin ich lieber auf einem Zeltplatz, als wild zu campen. 3 Nächte sind bei diesem Preis noch in meinem Budget drin. Voraussichtlich fahre ich dann am Sonntag – je nach Wetter – über Gifhorn an die Aller.

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