30. August 2022, Etappe von Wilsche nach Celle

Ich wachte ziemlich früh auf – na ja, eigentlich wie immer, so um fünf, aber zu dieser Jahreszeit ist es tatsächlich noch dunkel draußen. Muss ich mich auch erst wieder daran gewöhnen. Meine Wäsche ist nicht trocken geworden, weil sich Hochnebel in der Nacht gebildet hatte. Ich hoffte, dass ich am nächsten Nachtquartier – ein 1nitetent-Schlafplatz in Celle – nicht zu spät ankam, damit ich die Sachen nochmal aufhängen konnte. Es hatte wenig Sinn, noch zu warten, ob es jetzt noch trocknete, da es windstill und bedeckt war. Daher brach ich um viertel vor neun Uhr schon auf. Lieber ließ ich mir auf der Strecke noch etwas Zeit.

In Müden an der Aller legte ich den ersten Stopp ein, kaufte Frühstück und ein paar Lebensmittel im Netto. Danach ging es weiter auf dem Allerradweg, der wirklich schön zu fahren war, auch wenn er auf einigen Abschnitten unbefestigt war.

Celle erreichte ich gegen 15:00. Der Radweg führte mich direkt in die Altstadt. Wie schon in Lüneburg gab es viele wundervolle Fachwerk-Häuser und Gebäude zu sehen. Weniger schön waren der Straßenverkehr, der sich durch die Stadt wälzte, und die ganzen Baustellen. Die Sonne ließ sich ebenfalls kaum blicken, sodass meine Fotos nicht so schön gerieten. Erst im Schlosspark hatte ich da mehr Glück.

Anschließend radelte ich die letzten 2 Kilometer zu meinem Nachtquartier. Michael erwartete mich schon, begrüßte mich freundlich und zeigte mir, wo ich mein Zelt aufstellen konnte. Der Garten war groß, es gab also genug Platz, Toilette, Dusche und Strom konnte ich ebenfalls benutzen. Toll. Morgen geht es weiter auf dem Allerradweg nach Büchten, wo ich bereits den nächsten Schafplatz ausgemacht habe.

Die Etappe über Verden an der Aller habe ich gestrichen, weil ich dort weder Campingplätze – nur Stellplätze – noch 1nitetent-Plätze habe. Stattdessen fahre ich am Donnerstag von Büchten über Rethem an der Aller nach Eystrup und von da den Weser-radweg bis Nienburg. Auch dort gibt es einen 1nitetent-Platz für mich.

Danach wird es allerdings kniffelig. Zwischen Nienburg und Porta Westfalica gibt es nur einen – sehr teuren – Campingplatz und keine 1nitetent-Plätze. Da muss ich mir also was einfallen lassen. Vielleicht finde ich irgendwo privat einen Platz, indem ich einfach frage.

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