09. November 2022, Etappe von Saint-Julien-sur-Dheune nach Ciry-le-Noble

Die Quintessenz der heutigen Etappe? Nass und ungemütlich! Nachdem es heute früh so aussah, als hätte sich der Regen nach der Nacht endlich verzogen, entschloss ich mich doch, heute weiterzufahren. Aber kaum, dass ich alles gepackt und verstaut hatte, fing es wieder an zu regnen. Na, ganz toll. Und es blieb auch fast die gesamte Etappe über so nass. Immerhin war es windstill, ein kleiner Pluspunkt. Bis Montceau-les-Mines war ich trotz Regenjacke- und Hose gut durchgefeuchtet. Der Mac Donalds lag nicht weit vom Radweg weg und war mein erster Anlaufpunkt heute. Die Mission hieß: Wieder trocken und warm werden und Laptop und Smartphone aufladen.

Veganes hatte diese Filiale leider nicht im Angebot, deswegen blieb es bei einem großen Kaffee und einem Donut. Verflucht teuer, aber ich konnte hier bis zum Nachmittag sitzen bleiben, das war es mir wert. Mein Etappenziel für heute sollte ein Picknickplatz in Ciry-les-Nobles sein. Dort gab es auch Trinkwasser und eine Toilette.

Tatsächlich blieb ich bis um 16:00 im Mac Donalds, was das Risiko – vor allem als es um die Mittagszeit voll wurde – sich mit Covid anzustecken, deutlich erhöhte, aber immer ließ sich das leider nicht vermeiden.

Bis zum Ziel waren es noch 13 Kilometer, die ich auf der Alternativroute des Eurovelo 6 fuhr, weil die Hauptroute über die Hügel mit ordentlichen Anstiegen und einem großen Umweg führte. Den Spaß hatte ich bereits im vergangenen Jahr, als ich die Gegenrichtung gefahren bin. Danke nein, dafür war ich heute nicht mehr zu haben. Etwa auf halber Strecke machte es am Anhänger plötzlich zisch und plopp – ein Platten. Also ab auf den glücklicherweise breiten Grünstreifen neben der Straße, das Gespann geparkt und den Schlauch auswechseln. Ein langer Dorn steckte im Reifen. Das dritte oder vierte Mal auf dieser Tour.

Es dämmerte bereits, als ich endlich mein Ziel erreichte. Toilette? Check. Trinkwasser? Check. Zwar lag der Picknickplatz zwischen zwei Straßen, aber mir genügend Abstand. Die Hauptstraße führte auf der an der anderen Seite des Kanals entlang, da bestand also keine Gefahr, dass sich jemand zum Picknickplatz verirrte. Auf der zweiten Straße, auf der ich hergefahren war, herrschte jetzt kaum noch Verkehr, zudem lag die Wiese mit den Picknicktischen erhöht. Ich hoffte daher auf eine relativ ungestörte Nacht.

Morgen fahre ich bis Paray-le-Monial weiter auf der Alternativroute und der D 974. In Paray-le-Monial kommt die Hauptroute aus den Hügeln – Über Palignes – wieder zurück zum Kanal. Von da aus folge ich dem Eurovelo 6 bis nach Pierrefitte-sur-Loire, wo mir die Webseite nextpicnic.org einen hoffentlich passenden Schlafplatz anzeigt. Google Street View bestätigt es. Insgesamt werden es morgen 54 Kilometer werden, bei bewölktem, aber trockenen Wetter.

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