12. November, Etappe von Bourbon-Lancy nach Avril-sur-Loire

Ich wollte eigentlich heute um 09:00 aufbrechen, weil ich ja eine längere Strecke fahren würde, aber irgendwie war ich derart verpeilt, dass es doch 10:00 wurde. Die Route führte heute über Cronat und Decize nach Avril-sur-Loire. Bis Cronat schlängelte sich der Eurovelo 6 über Serpentinen durch die Hügel. Das bedeutete viele lange Anstiege und dementsprechend langsam kam ich voran. In Cronat gönnte ich mir eine Kaffeepause. Als ich zu meinem Fahrrad ging, erwartete mich eine böse Überraschung. Der Vorderreifen war so gut wie platt. Seit Versailles hatte ich keinen Platten mehr am Fahrrad gehabt, nur gelegentlich am Anhänger. Hätte das nicht noch bis Belleville-sur-Loire bleiben können? Ich hoffte, dass Aufpumpen erst mal genügte, flicken würde ich den Schlauch dann morgen. Ich wollte in Avril-sur-Loire vor Einbruch der Dunkelheit ankommen. Ab hier wurde das Gelände deutlich flacher, aus der Bourgogne ging es nun ins Loire Tal und ich kam schneller voran.

Decize erreichte ich um 15:30, fuhr vom Radweg runter und ins Gewerbegebiet. Im Baumarkt kaufte ich eine zweite Gaskartusche, sodass ich jetzt 2 als Ersatz dabeihatte. Ob ich in Belleville-sur-Loire und Umgebung,welche bekommen kann, muss ich erst herausfinden. Zusätzlich kaufte ich noch eine kleine Plane zum Unterlegen ins Zelt. Bode und Gras sind jetzt sehr feucht und so kann ich im Vorzelt alles trocken abstellen. Außerdem vermindert es die Kondenswasserbildung.

Im Carrefour stockte ich noch meine Vorräte auf und deckte mich mit Batterien ein. Die brauchte ich für die Stirnlampe, die Zeltlampe und die Computermaus. Anschließend ging es zurück auf den Radweg und durch Decize durch weiter an den Loire Seitenkanal. Bis Avril-sur-Loire, wo ich einen Picknickplatz ausfindig gemacht hatte, waren es noch 10 Kilometer. Ein weiteres Mal pumpte ich den Vorderreifen auf. Auf das Flicken morgen früh freute ich mich nicht gerade. Anhänger abkoppeln, sämtliches Gepäck abladen … was für ein Aufwand für ein schnödes Loch im Schlauch!

Ich erreichte Avril-sur-Loire und den schön geschützt liegenden Picknickplatz gerade rechtzeitig, um einen traumhaften Sonnenuntergang genießen zu können. Der ganze Himmel zeigte sich in sattem Altrosa mit sonnengelben und blauen Streifen darin. Das Zelt war schnell aufgebaut, die neuerworbene Plane legte ich ebenfalls darunter. Gerade im Vorzelt bot sie später beim Kochen und als Abstellplatz für Tüten und Taschen eine trockene Fläche, schützte zudem auch die Bodenplane des Innenzeltes. Je nachdem, wie viele Kilometer ich morgen schaffen würde und wo ich einen Platz zum Zelten fand, müsste ich Montag am Ziel eintreffen.

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