14. November 2022, Etappe von Pouilly-sur-Loire nach Belleville-sur-Loire

Heute trat ich nach einem Frühstück mit meinen Gastgebern also die vorerst letzte Etappe auf der diesjährigen Radwandertour an. 35 Kilometer waren es noch bis zum Ziel, einem Campingplatz in Belleville-sur-Loire. 8½ Monate war ich unterwegs, die bisher längste Radwandertour.

Der Radwanderweg führte weiter an der Loire entlang bis Saint-Satur, wo er an den Kanal wechselte. Bis hinter Bannay, dort bog er erneut an die Loire ab. Von weitem konnte ich schon die Wasserdampfwolken aus den Kühltürmen des Kernkraftwerkes Belleville-sur-Loire sehen. Ein makabrer Wegweiser. Das Wetter hielt sich noch, doch der blaue Himmel bewälkte sich hinter mir zusehends. Auf der Strecke traf ich dickfellige Ponys auf ihrer Weide, zwei Kälber, die auf dem Radweg herumliefen und das Gras dort wohl schmackhafter fanden als auf ihrer Wiese und bekam den Spätherbst noch einmal in voller Pracht zu sehen.

Um 13:00 erreichte ich hinter dem Kernkraftwerk die Kleinstadt mit nur etwas über 1000 Einwohnern. Es ging über den Kanal drüber und weiter in den Ort bis zur Hauptstraße. Von hier aus war es noch ein knapper Kilometer bis zum Campingplatz, der am Ortsrand gelegen war.

Ich checkte ein, bezahlte für 14 Tage, obwohl das mein Budegt beinahe komplett aufbrauchte, aber der Platz war mir jetzt wichtiger als Lebensmittel. Meine Vorräte reichen etwa eine Woche und mit den übrigen 30 Euro komme ich schon bis zum 29. des Monats hin. Mein Plan geht mittlerweile dahin, nicht nur den Winter hier zu bleiben, sondern – eventuell, wenn ich es finanzieren kann – ein komplettes Jahr. Das würde mir guttun, um finanziell wieder auf die Beine zu kommen.

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