Radwandern in Frankreich und die Verkehrssicherheit

Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen Leser meines Blogs, wie das so ist, mit einem Fahrrad plus Anhänger auf Frankreichs Strassen unterwegs zu sein, denn leider sind die Radwanderwege nicht durchgängig autofrei und abgesichert.

Für mich persönlich war es bereits eine grosse Umstellung, statt mit dem Pferd, mit einem Drahtesel unterwegs zu sein. Mit meiner Ameera mied ich natürlich stark befahrene Strassen, Strassen allgemein, und wählte lieber Wander-Forst-Wiesen- und Feldwege für uns. Pferdebeine sind nunmal nicht zum Laufen auf Asphalt gedacht. Doch ganz ohne Strassenverkehr ging es auch mit Pferd nicht ab. Und da driften meine Erfahrungen, was die Rücksichtnahme von Autofahrern, Motorradfahrern und Lkw-Fahrern betrifft, als Radfahrerin weit auseinander. Zumal es mit einem schweren Gespann – Fahrrad und Anhänger wiegen zusammen leer bereits 24 Kilo. Das Gepäck macht etwa 15 Kilo aus plus Rucksack – nochmal ganz anders ist, denn ich fahre langsamer, brauche mehr Platz nach hinten und zur Seite.

Tatsächlich hatte ich mit meiner Ameera kaum Probleme im Strassenverkehr. Nicht nur, weil sie sehr gut ausgebildet und verkehrssicher war, auch, weil die anderen Verkehrsteilnehmer viel Rücksicht übten. Langsamer fuhren, Abstand hielten etc. Was für ein Unterschied zu jetzt! Verkehrsregeln gelten scheinbar nur für andere. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich derart knapp überholt wurde, dass ich mit meinem Gespann jedesmal fast im Graben oder Bankett gelandet wäre. Einige Male war es so knapp, dass ich anhalten musste, bis der Schock abgeklungen war und ich bin nicht leicht zu erschüttern! Was sind so die gefährlichsten Streckenabschnitte? Eine Liste:

  • Kreisverkehr: Ich kann nicht sehr schnell fahren, was viele Autofahrer (Lkw-Fahrer sind immer mitgemeint), dazu animiert, mit wenigen Zentimetern Abstand vor mir in die Ausfahrt zu rauschen. Manchmal so knapp, dass ich eine Vollbremsung hinlege muss.
  • Strassenverengungen und verkehrsberuhigte Zonen: An die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält sich kaum einer. Ihr kennt diese Leuchttafeln, die an Ortseingängen stehen und die Geschwindigkeit messen und anzeigen? Fast jeder zweite ist deutlich zu schnell, aber man sieht nur wenig Radarfallen oder gar Polizeikontrollen. Gilt auch für Landstrassen. Rasen ist die Regel.
  • Brücken: Sofern kein separater Fahrradweg vorhanden ist, sind Brücken richtig gefährlich, denn auch da wird überholt, was die Karre hergibt. Bei mehreren solcher Manöver, die ich bobachtet habe, wären die Fahrer auch fast mit dem Gegenverkehr kollidiert. Einmal geriet sogar ein Polizeiwagen in die Bredouille, als ein SUV-Fahrer mich überholte, ein Bus entgegenkam und das Polizeifahrzeug beinahe gerammt worden wäre! Und alle fuhren weiter, als wäre das normal.
  • Zebrastreifen mit und ohne Ampel: Hier kann man wirklich sagen, dass Rot nur eine Empfehlung ist, oder? Jedenfalls ist es mir schon mehrfach passiert, dass ich Grün hatte, die Ampel für die Autofahrer noch auf Rot stand und ich bremsen musste, weil die Fahrer einfach losfuhren. Einer bremste – ich befand mich mitten auf dem Übergang – nur sehr knapp vor meinem rechten Bein ab. Dann gibt es noch die Autofahrer, die, wenn man einen Zebrastreifen – ob zu Fuss oder mit dem Fahrrad – überqueren möchte, erst bremsen und dann, wenn man losgeht, wieder anfährt und mich grinsend passiert. Ja, das ist ja auch total witzig.
  • Nach 4 Jahren Radwandern sind meine Erfahrungen so, dass Lkw-Fahrer – und hier besonders Baustellenfahrzeuge und Transporter von Handwerkern – am rücksichtslosesten fahren. Gefolgt von Autofahrern, hier besonders die Besitzer von SUVs. Es müsste einfach mehr kontrolliert werden, aber ich sehe bemerkenswert wenige Polizeistreifen auf den Landstrassen. Positiv kann ich anmerken, dass Radwege innerstädtisch selten zugeparkt werden, was, wenn ich die Berichte auf Twitter verfolge, in Deutschland wohl alltäglich ist.

21. Oktober, Pause in Ars-sur-Formans

Ars-sur-Formans ist ein alter Pilgerort. Das merkt man sofort, besucht man das kleine Städtchen. Neben der Basilika St-Sixte d’Ars ist ein wunderschöner Kuppelbau, der den Ort überragt. Drumherum befinden sich religiöse Shops und Andenkenläden. Hier eine kleine Fotogalerie von Ars-sur-Formans und seiner herbstlich bunten Umgebung.

21. Oktober, Pause in ars-sur-Formans

20. Oktober, Etappe von Thoissey nach Ars-sur-Formans

Am Morgen nach einer ruhigen und deutlich wärmeren Nacht, packte ich nach dem ersten Kaffee meine Sachen und fuhr zur Post, um das Paket abzuholen. Tja, und erlebte Beamtentum im Reinformat! Decathlon hatte nämlich den Fehler gemacht, als Adressat nicht den Namen zu nehmen, den ich für die Rechnung angegeben hatte. Nein, sie haben de Login-Namen genommen. Der natürlich nicht auf meinem Ausweis stand! Und obwohl ich mit den Unterlagen vom Finanzamt und der URSAFF nachweisen konnte, dass Minelle Chevalier und ich dieselbe Person sind, rückte er das Paket nicht raus. Das war aber noch nicht alles. Als ich meinem Ärger – höflich – Luft machte, fing er an, sich über mich und die Situation lustig zu machen. Hat sein kleines Ego vermutlich aufgewertet. Leider gab es keinen Vorgesetzten, bei dem ich mich hätte beschweren können. Hab ihm dann – weniger höflich – gesagt, wohin er sich seine Witze stecken kann und bin wieder gefahren.

20. Oktober, Etappe von Thoissey nach Ars-sur-Formans

Blöd natürlich, denn das Paket geht ja erst Montag zum Decathlon zurück. Bis die Rückerstattung erfolgt, dauert es sicher auch noch eine Woche oder länger. Das heißt, dass das Notzelt noch länger gebraucht wird. Ich machte mich nach einem Kaffee in einer Bar im Ort dann auf die nächste Etappe auf. Auch heute blieb die gesamte Strecke eine Schotterpiste. Der kräftige Gegenwind bremste ich ebenfalls ganz schön aus. Bis Jassans-Riottier blieb ich an der Saone, dann wechselte ich auf die Route Departemental 904. Die stark befahrene Strasse zog sich in die Hügel hinauf – knapp 7 Kilometer – bis Ars-sur-Formans, wo ich auf den Campingplatz fuhr. Dort wollte ich 1 oder 2 Tage bleiben, den angesagten Sturm abwarten. Die nächsten Etappen nach, durch und hinter Lyon gab es keinen Campingplatz mehr, der noch offen hatte, außer dem in Lyon selber, der aber viel zu teuer ist und zudem weit ausserhalb meiner Route liegt.

19. Oktober, Etappe von Macon nach Thoissey

Nachdem ich einen Tag Pause in Macon gemacht hatte, vorwiegend, um beim Decathlon Winterausrüstung zu kaufen, brach ich am 19. Oktober erst spät am Mittag auf, denn die Etappe würde nicht sehr lang werden. In wollte in Thoissey bei der Post mein neues Zelt abholen, der Campingplatz hatte jedoch bereits geschlossen. Ich hoffte aber darauf, dass ich am Hafen einen Platz zum campen finden würde.

19. Oktober, Etappe von Macon nach Thoissey

Die Etappe führte bis zur Brücke vor Macon und dort wechselte der Radweg auf die andere Seite der Saone. In Crêches-sur-Saône legte ich beim Carrefour Einkaufszentrum in einem Cafe eine längere Pause ein, damit ich nicht zu früh in Thoissey eintraf. Wenn ich wild campiere, dann suche ich in der Regel erst etwa 1 Stunde vor Dämmerung nach einem geeignete Platz. Der Radwanderweg selbst war hinter Macon nicht mehr befestigt, sondern eine VTT-Strecke. Das bedeutete, dass ich bis Lyon nur langsam fahre konnte, da es eine Schotterpiste, übersät mit Schlaglöchern von der Grösse eines kleinen Kraters, war. Holprig und eine Herausforderung für die Federung meines Fahrrades.

Wie geplant traf ich eine Stunde vor Beginn der Dämmerung am Hafen ein. Ein Mitarbeiter der Gemeinde Thoissey war gerade vor Ort und genehmigte mir die Übernachtung. Es gab sogar eine Toilette und Wasser, und ruhig war es auch.

17 und 18. Oktober, Etappe von Gigny-sur-Saône über Tournus nach Mâcon

Gute Nachrichten! Die Amazon Rückerstattung ist auf meinem Konto gelandet! Jetzt kann ich endlich wenigstens einen Teil der dringend benötigten Winterausrüstung kaufen und natürlich auch ein neues Handy. Die Etapppe heute war nur kurz und führte mich auf den Campingplatz in Tournus. Ich bestellte im Internet beim Decathlon ein neues Trekkingzelt – Marke Ferrino – den Rest konnte ich in Mâcon dann im Geschäft vor Ort kaufen. Einige Rechnungen mussten auch bezahlt werden , die 2. Rate für den Laptop wurde fällig … viel würde also von dem Geld nicht übrig beiben, aber ich hoffte auf baldige Designaufträge. Mit besserer Ausrüstung konnte ich auch mehr wildcampen, was Geld sparte. Zudem würden, wenn ich das Mittelmeer erreichte, sowieso alle Zeltplätze dort nicht mehr offen sein. Da halfen ein robustes Zelt und warme Kleidung schon weiter!

17. Oktober, Etappe von Tournus nach Macon

15. Oktober, Etappe von Santenay nach Gigny-sur-Saône

Ab Santenay verlief der Radwanderweg schön an der Saone entlang. Keine Steigungen und wundervolle Landschaft. Wie befürchtet hatte am Vortag mein Handy den Geist aufgegeben. Das hie vorerst kein Internet zu haben. Gott sei Dank hatte ich den Pass Sanitaire auch auf dem Tablet gespeichert und selbiges diente mir nun auch zum Fotografieren, bis ich für die Kamera eine neue Speicherkarte kaufen konnte.

15. Oktober, Etappe von Santenay nach Gingry-sur-Saone

in Chalon-sur-Saône legte ich eine längere Kaffeepause ein, machte einige Fotos und fuhr dann weiter. Irgendwo am Flussufer wollte ich mir dann einen Schlafplatz für die Nacht suchen. Generell findet man an Kanälen und Flüssen leichter einen Biwakplatz als an den Küsten – wo wildcampen zumeist eh verboten ist – oder in Regionen wie der Bourgogne, wo die Landschaft aus eingezäunten Wiesen, Weiden und Äckern besteht. Unweit von einem Restaurat gab es einen Picknikplatz und nachdem der Restaurantbesitzer seine Zustimmung gegeben hatte, schlug ich dort mein Nachtlager auf.

14. und 15. Oktober, Etappen von Bourbon-Lancy über Palinges nach Santenay

So schön es auch auf dem Campingplatz war, mein mageres Budget zwang mich dann doch, wieder aufzubrechen. Die nächsten beiden Etapppen würden mich vom Kanal weg und durch die Hügel der Bourgogne führen. Erst in Santenay gab es wieder einen günstigen Campingplatz.

Nachdem jetzt auch meine Kamera streikte, vermutlich die Speicherkarte, die war bestimmt genauso alt, musste das alte Handy zum Fotografieren herhalten. Dessen Display bröselte allerdings auch langsam davon und der Akku schwächelt. Also auch nur eine Frage der Zeit, bis das Gerät aufgibt. Ich kann nur hoffen, dass Amazon endlich in die Gänge kommt, und die Rückertstattung für den Laptop überweist. Mit meiner derzeitigen Ausrüstung wäre es utopisch zu glauben, ich käme damit gut durch den Herbst und Winter!

13. und 14. Oktober, Etappen von Bourbon-Lancy über Palinges nach Saint-Julien-sur-Dheune

Bis Paray-le-Monial konnte ich am Kanal entlang fahren und schaffte so ohne große Anstrengung 35 Kilometer. Ab da wurde es allerdings hügelig. Keine sonderlich steilen Anstiege, aber lange Serpentinen. Die 23 Kilometer bis Palinges fühlten sichan wie die doppelte Strecke, was nichts Gutes für die morgige Etappe verhieß. Das waren nämlich noch mal 32 Kilometer mit vielen Steigungen!

Ich brach früh von meinem Schafplatz – neben dem Campingplatz in Palinges – auf und suchte erst einmal nach einer Bar oder einem Cafe, wo ich mich aufwärmen und frühstücken konnte. Leider hatte das einzige Cafe am Ort geschlossen und so fuhr ich weiter. Auf den nächsten Kilometern wurde mir aber sehr schnell warm! Ich benötigte viele Pausen, weil meine arme Lunge sonst implodiert wäre. Hügelig blieb es bis Montceau-les-Mines, wo ich auch ein Cafe fand, in dem ich ein – wenn auch spätes – Frühstück genoss. ab hier verlief der Radwanderweg wieder am Canal du centre entlang und ich fuhr noch bis Saint-Julien-sur-Dheune, wo ich an einem Halte Nautique, einer Bootsanlegestelle, mein Zelt für die Nacht aufschlug.

Morgens fand ich tatsächlich Eis auf der Plane und auf dem Gras lag Raureif! Ich fuhr die ersten Kilometer zum erste Mal mit Handschuhen und warmer Trekkingunterwäsche unter der Kleidung, denn es blieb schattig und kalt am Kanal. so anstrenged die Etappe gestern auch gewesen war, dafür musste ich heute nur knapp 30 Kilometer bis zum Campingplatz in Santenay, den ich am frühen Nachmittag erreichte. Es war dann auch warm genug zum Duschen und Haare waschen.

07. Oktober, Etappe von Desize nach Bourbon-Lancy

Eine Stunde spaeter als geplant, brach ich um 11.00 in Desize auf. Urspruenglich nahm ich an, dass ich erst in Diou auf einen Campingplatz fahren koennte, doch den hatte ich schlicht mit einen anderen verwechselt. Der in Bourbon-Lancy hatte noch geoffnet, sodass die Etappe anstatt 72 nur etwa 52 Kilometer lang werden wuerde. Daher konnte ich Zelt und alles andere nach dem Hochnebel noch abtrocknen lassen, bevor ich startete.

Bei frischen 9 Grad ging es die ersten 10 Kilometer noch am Canal lateral a la Loire entlang, dann verliess der Radwanderweg diesen und fuehrte durch teils huegeliges Gelaende nach Cronat. Der groessere Teil aber war flach und so legte ich ein gutes Tempo vor. Das war auch noetig, denn ab hier gab es deutlich mehr Steigungen. Selten wirklich steil aber dafuer lang. In Serpentinen verlief die Strecke durch eine Landschaft, die hauptsaechlich gepraegt wurde von Wiesen, Weiden, Rindern und Ackerbau. Da war ich schon froh darueber, dass keine sommerlichen Temperaturen herrschten! Doch auch so geriet ich ganz schoen ins Schwitzen. Zwar goennte ich mir auch Pausen, aber die fielen kurz aus, wegen des kuehlen Windes.

07. Oktober, Etappe von Desize nach Bourbon-Lancy

Der Campingplatz lag sehr schoen an einem See, direkt am Radwanderweg und kostete, wie alle Aquadis Loisirs- Zeltplaetze, nur 8 € pro Nacht und bot Radwanderen einen gemuetlichen Aufenthaltsraum mit Kuehlschrank, Mikrowelle, Wasserkocher etc. Das WLan hier war sogar gratis. Nachdem ich die naechsten Etappen geplant hatte, auf denen saemtliche Campingplaetze bereits geschlossen waren, entschied ich mich, einen tag zum Arbeiten hier zu bleiben, auch wenn es mein Budget belastete. Die Rueckerstattung von Amazon laesst weiterhin auf sich warten und am 14. wird die 2. Rate fuer den Laptop abgebucht. Da bleiben mir noch sagenhafte 20 € uebrig.

05. Oktober, Fotojagd rund um Desize und der Loire

Ich habe gestern die wenigen Sonnenstrahlen am Nachmittag ausgenutzt und bin mit meiner Kamera auf die Jagd gegangen. Viel Spass beim angucken.

05. Oktober, Desize Impressionen
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Halbzeit und Resümee der bisherigen Tour

Nach bisher gefahrenen knapp 2800 Kilometern und etlichen Pannen und Schwierigkeiten, hier mal ein Resümee:

Schon der Tourstart in diesem Jahr stand unter einem schlechten Stern. Das Wetter zeigte sich fast von Beginn an wechselhaft, teils stuermisch und zu kalt. Dazu kamen diverse Pannen an Fahrrad und Anhaenger. Wirklich Sommer hatte ich nur auf den Etappen von Montech bis Bordeaux, wobei es auch in der Zeit im Mai eine Woche durchgeregnet hat. Mit wenig sommerliche Temperaturen. Dann noch von Bordeaux bis nach La Rochelle. Ab da hatte die Wettergoettin scheinbar beinahe durchweg schlechte Laune.

Das naechste Problem war mein Zelt. Obwohl ich mit der Marke McKinley bisher gute Erfahrungen gemacht hatte, erwischte ich mit diesem Modell ein qualitativ minderwertiges Zelt. Die ersten Stange brachen bereits nach 6 Wochen Gebrauch, die Belueftung, vor allem bei warmen Wetter, faktisch nicht vorhanden. Trotz Reparaturhuelsen und dem Auswechslen zweier tragender Stangen, musste ich das Zelt im August dann endgueltig entsorgen und kaufte ein Notzelt fuer 25 € beim Decathlon. Mehr gab mein Budget einfach nicht her und bislang erfuellt es seinen Zweck.

Im Juli geschah das, wovor ich immer den groessten Horror hatte: Mein Laptop – ein HP Envy fuer knapp 1000€, gerade mal 4 Monate alt – gab von einer Minute zur naechsten den Geist auf. Was danach passierte, die versemmelte Reparatur und das immer noch andauernde Warten auf die Rueckestattung des Kaufpreises von Amazon, konntet ihr ja auf diesem Blog mitverfolgen. Ich kaufte, um ueberhaupt wieder arbeiten zu koennen, einen guenstigen Laptop, aber der Schaden war bereits angerichtet. Nicht nur, dass ich fast 3 Monate weder Manuskripte schreiben, oder Designauftraege annehmen konnte, ich verlor auch wichtige Dateien, denn der Reparaturservice loeschte die Festplatte. Fuer mich das absolute Worst-Case-Szenario, welches mir passieren konnte. Ausser einem Unfall.

Dank der Spenden von einigen Twitter-Usern – an dieser Stelle nochmal ein riesengrosses Dankeschoen an euch! – kann ich wenigstens Campingplaetze und essen bezahlen. Ich hoffe, dass ich bald Auftraege bekomme und Amazon endlich das Geld ueberweist.

Wie sehe nun meine Plaene fuer den Winter aus? Ein festes Quartier oder zwei bis drei Monate auf einem Camingpplatz sind heuer leider nicht bezahlbar. Ich werde also auch im Winter unterwegs sein, was bedingt, dass ich in den Sueden fahre. Eis und Schnee vertragen sich nicht gut mit Radwandern und einem Leben im Zelt. Zwei Moeglichkeiten bieten sich mir:

  • Ich fahre ans Mittelmeer, dann wieder den Canal de deux mer bis vor Bordeaux. Weiter ueber die La velodyssee nach La Rochelle und von da aus ueber einen anderen Radwanderweg nach Niort und zurueck an die Loire. Vor Nantes gibt es einen guenstigen Camoingplatz, der das ganze Jahr ueber geoeffnet hat. Geschaetzt wuerde ich da, je nach Wetter ud Reisetempo, so zwischen Mitte Dezember und Anfang Januar eintreffen.
Route Herbst/Winter Frankreich
  • Wie bei oben auch bis ans Mittelmeer nach Arles. Von da aus ueber Narbonne, Perpignan und Barcelona nach Spanien. Das waere dann der EuroVelo 8, der bis Cadiz fuehrt. Von da aus dann ueber Portugal nach Frankreich.
Route Herbst/Winter Spanien

Im Wesentlichen richtet sich die Entscheidung nach meinem Budget, sobald ich am Mittelmeer angelangt bin. In Spanien war ich noch nie, habe also keine Ahnung, wie das dort mit Wildcampen und so aussieht, denn auch dort werden viele Campingplaetze im Winter geschlossen sein und Hotels sind so oder so fuer mich nicht bezahlbar.