Abstecher mit dem Rad nach Le Havre

Vorrangig fuhr ich nach Le Havre, um für eine Kundin ein Designprojekt abzuschließen, da es dort ein Cybercafé gab. Das gab mir auch Gelegenheit, diese Stadt einmal zu besichtigen.

Leider spielte das Wetter nicht mit. Es blieb den ganzen Tag bewölkt, sodass ich nur wenige Fotos knipste. Zudem war der Radwanderwege ab der Pont du Normandie nur anfangs abgesichert gegen die stark befahrene Straße, der größere Teil verlief direkt an ihr entlang. Es gab nicht mal einen Seitenstreifen. Mit dem Schwerlastverkehr, der da an mir vorbei rauschte, richtig gefährlich. Auch fuhr ich erst einmal etliche Kilometer durch Industrie-und Gewerbegebiete, bevor ich die Stadt selbst zu sehen bekam. Wegen des doch länger als geplanten Aufenthalts im Cybercafé blieb mir dann leider keine Zeit mehr, noch ausgiebig in Le Havre herum zu bummeln. Immerhin betrug die Strecke von Honfleur aus hin und zurück 48 Kilometer!

Fazit: Bei der nächsten Gelegenheit Le Havre per Bus besuchen.

Abstecher mit dem Rad nach Le Havre

Impressionen Honfleur

Honfleur ist sicherlich eine der schönsten Kleinstädte, die ich auf meinen Touren bislang gesehen habe. Ob Hafen oder Altstadt, es bieten sich wundervolle Blicke auf alte Fachwerkhäuser, den kleinen aber sehr schönen Park und natürlich die Boote und Schiffe.

Impressionen Honfleur
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3 Wochen auf dem Campingplatz in Pont l’Évêque

Das bisherige Fazit meiner diesjährigen Radwandertour? Es kann nur besser werden. Diese 3 Wochen hier auf dem Campingplatz jedenfalls waren Zeit- und Geldverschwendung. Der Laptop kam nach mehr als 4 Wochen mit demselben Defekt zurück. Jetzt kann ich nur hoffen, dass es mit der Rücksendung und Kaufpreiserstattung schneller geht.

Da eine Kundin bis spätestens 4/5 September ihre Buchcover braucht, muss ich entweder nach einem billigen Laptop um maximal 200 € gucken – heute zum Beispiel auf der Etappe nach Honfleur beim E.Leclerc – oder nach Le Havre in ein Cybercafé fahren und versuchen, die Photoshopdateien online zu bearbeiten. Mit dem Tablet geht das leider nicht, weil Android die externen Festplatten zwar erkennt, aber nicht lesen kann.

Alles andere, wie ein neues Zelt, Ersatzteile für das Fahrrad und weitere nötigen Anschaffungen für Herbst und Winter, müssen warten bis der Kaufpreis für den defekten Laptop erstattet wurde.

Heute geht es also nach Honfleur und die nächsten Etappen dann entlang der Seine über Rouen nach Paris. Das Wetter soll weiterhin kühl bleiben, aber weitestgehend trocken. Hoffe ich.

Pont l’Evêque Impressionen am 14. August

Heute war es der erste wirklich schöne Sommertag seit Langem. Blauer Himmel, Sonne pur und 27°. Genau richtig für einen Ausflug in die nähere Umgebung mit der Kamera. Zuerst radelte ich zum 6 Kilometer entfernten See, dem Lac Terre d’Auge, der allerdings so mit Badewilligen und Touristen überlaufen war, dass ich auf eine Rundgang verzichtete.

Doch auch der Ort selbst hatte einige schöne Motive zu bieten: Fachwerkhäuser, zwei Flüsse, ihn durchquerten und einen Minipark mit einer Skulpturenausstellung. Richtig idyllisch, nur die Schnellstraße samt Blechlawine störte massiv.

Pont l'Evêque Impressionen am 14. August

Etappen vom 1. Bis 6. August von Créances bis Pont-l’Evêque

Von Créances aus ging es über Lessay zurück auf den Eurovélo 4, der nach Cherbourg führte. So weit wollte ich jedoch nicht fahren. Stattdessen würde ich die alternative Route nach Carentan und von da aus an die Küste radeln. Diese Region, Utah Beach, Omaha Beach und Gold Beach sind beliebt bei Kriegstouristen, die sich für die Ereignisse des D-Days interessieren.

Der anvisierte Campingplatz lag in Grandcamp-Maisy direkt an der Küste. Bis Carentan kam ich zügig voran, denn der Radwanderweg führe nahezu schnurgerade und flach erst nach La Haye-du-Puits und anschließend ebenso gerade nach Carentan.

Von da aus waren es allerdings nochmal gute 20 Kilometer bis zum Campingplatz. Hügelige 20 Kilometer und die führten auch entlang von Straßen. Die bisherige Strecke war fast komplett autofrei zu fahren.

Das Wetter spielte weiterhin nicht wirklich mit, von Sommer keine Spur. Die nächste Etappe fiel deutlich kürzer aus, mit nur 38 Kilometer, denn diese Route hatte es echt in sich. Nicht nur, dass es häufig steil wurde, zwischendurch war der Radwanderweg kaum mehr als ein Feldweg. Entweder musste ich mich durch hohes Grad kämpfen oder über Schotter, der ein wahrer Reifenkiller war. Ich kam also extrem langsam voran.

Etappen vom 1. bis 6. August von Créances nach Pont-l'Evêque
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Bei besserem Wetter hätte ich biwakieren können, um meinen Geldbeutel etwas zu schonen, doch triefnass und durchgefroren opferte ich lieber Geld für einen Campingplatz. Zumal es nicht nur bei Regengüssen blieb, auch teils heftige Gewitter suchten die Region heim.

Die Etappe dann nach Arromanche-les-Bains forderte mir mit dem schweren Gespann wirklich alles ab. Steigungen mit 10, 12 oder mehr Prozent plus erneut schlechte Wege. Was war ich froh, als es ab Ver-sur-Mer etwas flacher wurde. Der Radwanderweg machte bei Quistreham einen Umweg hoch ab der Orne, führte dann über die Pegasus-Brücke auf die andere Seite des Flusses und an ihm entlang wieder zurück zur Küste. Nieselregen setzte ein und ich schaffte es gerade so vor dem richtigen Guss auf den Campingplatz in Houlgate hinter Cabourg.

Am nächsten Tag war es immer noch kühl, windig und der Himmel war bedeckt, aber es blieb trocken. Diese Etappe führte mich über Deauville auf einen günstigen Campingplatz bei Pont-l’Evêque. Ursprünglich plante ich, nur solange hier zu bleiben, bis das Wetter besser werden würde, denn für die nachfolgenden Etappen hatte ich schlicht kein Geld mehr für Campingplätze.

Auch die Strecke über Dieppe nach Dunquerke strich ich nach reiflichem Überlegen. Diese Etappen waren mit Rot markiert und nur für gut trainierte Radfahrer empfohlen. Schließlich entschloss ich mich, hier zu bleiben und den reparierten Laptop hierher schicken zu lassen. Da ich die Übernachtungen aber erst Ende des Monats zahlen konnte, brachte das natürlich meinen Zeitplan endgültig durcheinander. Der Laptop ist jedoch wichtiger. In den Süden werde ich dann nixht mehr, wie geplant, an der Rhone entlang fahren, sondern, wie schon 2019, von Paris aus an die Loire, runter nach Nantes und von da aus zurück an den Canal de deux Mer.

Etappen vom 27. bis 30. Juli von Céaux nach Créances

Von Feins aus – nach einer erneuten Schlechtwetterpause – nahm ich die etwas längere Strecke nach Céaux, um wenigstens einen kurzen Abstecher zum wohl einer der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs zu machen: Le Mont-Saint-Michel. Eine ausführliche Besichtigung war zu teuer. Weniger der Tarif für das Monument, dafür die Preise für die Campingplätze in Reichweite.

Von Céaux aus ging es dann über Avranches weiter an der Küste entlang. Das anvisierte Ziel war ein Campingplatz in Donneville-les-Bains. Dort befand sich auch das Impfzentrum, in dem ich meine zweite Impfung gegen Corona am 28. Juli bekommen sollte.

Die Strecke führte über Granville, mit dem Fahrrad ein einziger Albtraum! Sofern es Radwege gab, waren sie in schlechtem Zustand oder zugeparkt. Dazu der dichte Verkehr, inklusive Schwerlastverkehr … sollte ich je wieder in diese Ecke kommen, mache ich um Granville einen großen Bogen.

Nach Donneville-les-Bains gab es wieder einen schönen Radweg und der Campingplatz lag nicht weit davon entfernt. Leider galt der günstige Tarif für Radwanderer nur für zwei Nächte. Daher entschied ich mich, keine Pause wegen eventueller Impfreaktionen einzulegen und lieber mit kurzen Etappen weiterzufahren.

Etappen vom 27. bis 30. Juli von Céaux nach Créances

Bei extrem windigem Wetter ging es daher über Saint-Martin-de-Bréhal und Regnéville-sur-Mer nach Créances. Wegen des unbestândigen Wetters, der Tatsache, dass es bis Cherbourg fast nur noch Steilküste gab, und dem mittlerweile eng gewordenen Zeitfenster, entschied ich mich dafür, über Carentan an die gegenüberliegende Küste zu fahren.

Etappen vom 18. und 19. Juli von Nantes bis Guipry-Messac

Da es ja Wochenende war, somit kein Postamt, in dem ich auch Versandmaterial hätte kaufen können, geöffnet hatte, musste ich bis zur nächsten Etappe – Nord-sur-Erdre – warten, um den Laptop versenden zu können.

Durch Nantes durchzufahren, war enorm stressig. Viel Verkehr, viele Touristen und es wurde schnell heiß. Kaum Gelegenheit, etwas Sightseeing zu machen. Zumal es auch nicht einfach ist, mit einem schwer beladenen Gespann durch die Altstadt zu manövrieren. Die Strecke selbst war sehr schön, aber mit den Steigungen zwischendurch nicht ohne. In Nord-sur-Erdre gab ich den Laptop am Montag auf, bevor es auf die Etappe nach Guipry-Messac ging. Die fuhr ich recht zügig, denn es ging jetzt schön flach am Kanal entlang.

Etappen 18. und 19. Juli von Nantes bis Guipry-Messac

Etappen vom 12. und 17. Juli – Von Saint-Brevin-les-Pins nach Nantes

Da ich den Blog einen Monat nicht mehr aktualisiert habe, werde ich einzelne Etappen zusammen fassen.

Von Saint-Brevin-les-Pin aus verließ ich die Atlantikküste und radelte an der Loire entlang nach Nantes. Da das Wetter – mal wieder – so gar nicht sommerlich war, blieb ich in Frossay auf dem Campingplatz vier Tage und wickelte einen Designauftrag ab. Das sollte sich später noch als Glücksfall herausstellen.

Am 17.Juli dann brach ich nach Nantes auf. Die Strecke war schön zu fahren, wenn auch teilweise mit heftigen Steigungen. Der anvisierte Campingplatz lag etwa 12 Kilometer außerhalb der Stadt an der Loire. Am 19. Juli dann der große Schreck: Mein Laptop gab von einer Minute zur nächsten den Geist auf. Rien ne va plus. Nichts geht mehr. Da war guter Rat aber teuer. Ich fand über Google Map einen Computerladen, der auch Reparaturen anbot, im Gewerbegebiet, packte das Gerät ein und fuhr mit dem Fahrrad hin. Nach gründlicher Inspektion meinte der Fachmann, dass es wohl am Mainboard läge. Da das vor Ort nicht zu reparieren war, blieb mir nur, den Laptop zum Reparaturservice von Amazon zu schicken. In der Hoffnung, dass das nicht allzu lange dauerte.

11. Juli, Etappe von Les Moutiers-en-Retz nach Saint-Brevin-les-Pins

Gefahrene Kilometer: 48,24

Was sich bereits auf dem Campingplatz bei L’Ile d’Elle angedeutet hatte, setzte sich gestern Nacht fort: Die dritte Zeltstange brach. Natürlich um 3 Uhr in der früh und bei Regen. Irgendwie schien ich seit 2019 echtes Pech mit den Zelten zu haben. Dabei kaufte ich keinen Billigkram, aber entweder muss ich in einer weitaus höheren Preisklasse gucken, als bisher –  150-200 € – oder ich erwischte immer die Montagsmodelle. Dabei hatte das Zelt beim Intersport gute Rezensionen bekommen. Wie auch immer, ich musste mich wohl damit abfinden, wieder einmal ein Notzelt zu kaufen, denn eine Ausgabe über 200 Öcken ist momentan nicht drin. Und wie das bei Provisorien meistens ist: Sie halten länger als gedacht.

Den nächsten Intersport oder Decathlon würde ich allerdings erst wieder in Nantes anfahren können, denn heute war Sonntag und diese beiden Sportgeschäfte in Pornic, was auf meinem Weg lag, hatten zu. Da ich mir unsicher war, ob das Zelt noch bis Nantes halten würde – zwei weitere Stangen zeigen bereits Risse – entschied ich mich, in Saint-Brevin-les-Pins auf einen Campingplatz zu gehen und am nächsten Morgen, vor Start der Etappe, zum E-Leclerc-Sport zu fahren, das einzige Sportgeschäft mit Campingbedarf in diesem Ort.

Um 10.00 brach ich auf bei bedeckten Himmel und nur 17 Grad. Mehr als 19 Grad warm, sollte es heute auch nicht mehr werden. Bis Pornic verlief der Radwanderweg parallel zur Küste und wand sich durch kleine Ortschaften, Hügel und Täler. Die Vegetation verlor nun auch endgültig die letzten mediterranen Pflanzen und wechselte zu einer Landschaft aus Wiesen, Äckern und Rinderweiden.

11. Juli, Etappe von Les Moutiers-en-Retz nach Saint-Brevin-les-Pins

In Pornic entschloss ich mich spontan eine andere Strecke nach Saint-Michel-Chef-Chef – ja, der Ort heißt wirklich so! – zu nehmen. Anstatt weiter auf der La Vélodyssée weiterzuradeln, die der Küstenlinie folgte, nahm ich den kürzeren, wenn auch hügeligeren, Radwanderweg. Er brachte mich über La Plaine-sur-Mer zurück auf die La Vélodyssée. Ich hatte da 14 Kilometer gespart, was sich im Nachhienein als eine gute Entscheidung erwies.

Ursprünglich wollte ich auf dem Campingplatz hinter Saint-Brevin-les-Pins übernachten, da der günstig war und ich schon von der Radwandertour 2018 kannte. Leider konnte man die Zeltplätze nicht reservieren lassen und so kam es, dass ich an der Rezeption erfuhr, dass sie ausgbucht waren. Ich erfuhr aber, dass ein anderer Campingplatz noch Kapazitäten frei hatte, und da dieser nur unwesentlich teurer war, fuhr ich 3 Kilometer zurück und checkte dort ein.

Bis zum Sportgeschäft waren es von hier aus auch nur knapp 3 Kilometer, so würde ich dann morgen früh gleich dorthin fahren können, das Zelt kaufen, und so gegen Mittag dann wieder aufbrechen. Der nächste Campingplatz bei Frossay lag nur 25 Kilometer entfernt, das bedeutete also eine kurze Etappe für mich.

09. Juli, Etappe von Notre-Dame-de-Monts nach Les-Moutiers-en-Retz

Gefahrene Kilometer: 57,92

Ich wartete noch einen Nachzügler von Regenschauer ab, packte dann nach einem Kaffee meine Sachen und startete bereits um 8.50 auf die nächste Etappe. Die würde heute deutlich länger sein, verlief dafür aber größtenteils durch die Marais, was hieß, dass mich nicht allzu viele Steigungen erwarteten. Der Himmel zeigte sich wie gestern auch, bedeckt mit Wolken, regnen sollte es heute aber nicht mehr.

Der erste Teil der Etappe nach La Barre-de-Monts allerdings hatte es noch in sich. Buckel rauf und Buckel wieder runter durch den Küstenwald. Den Rest sparte ich mir und nahm in La Barre-de-Monts lieber den alternativen Radwanderweg und kürzte so gut 4 Kilometer ab. So wie es ausssah, würde sich die Sonne heute wohl nicht mehr blicken lassen, also kein Fotowetter. Da die restliche Strecke ohnehin durch Marais verlief, ergaben sich auch nicht viele fotogenen Motive. Jedenfalls nicht für eine Schnappschuss-Fotografin wie mich. Ein Profi mit enstprechende Ausrüstung würde sicher auch noch aus dieser Landschaft spektakuläre Fotos quetschen! Statt den Atlantik knipste ich heute Windräder. Ich mag deren elegante Ästhetik einfach.

09. Juli, Etappe von Notre-Dame-de-Monts nach Les-Moutiers-en-Retz

Da es weiterhin kühl blieb, brauchte ich wenig Pausen, um etwas zu trinken. Ich konnte auch ein hübsches Tenpo vorlegen und so erreichte ich den Campingplatz schon um 15.00. Die Plätze für Radwanderer waren wirklich schön, mit Tisch und Stühlen und einer Holzhütte, in der es einen Kühlschrank, Milrowelle, Gaskochplatten und Steckdosen gab. Mit 10 € pro Nacht auch noch sehr günstig. Da kann man wirklich nicht meckern. Den morgigen Regentag werde ich dann nutzen zum erholen und schreiben.